
Die Umsetzung der EU-Direktive erfordert eine Umbenennung aller Medien, deren Titel nicht schon zuvor geschlechtsneutral formuliert war.

Mit 1.4.2010 tritt die sogenannte Gleichstellungsdirektive der Europäischen Union in Kraft.
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Umsetzung der EU-Gleichstellungsdirektive
Aus huscarl wird huscarlinnen
1. 4. 2010 - 08:00
Florian Machl
Mit 1.4.2010 tritt die sogenannte Gleichstellungsdirektive der Europäischen Union in Kraft. Demnach müssen alle Medienbetriebe innerhalb der Union dafür sorge tragen, dass ihre Namensgebung entweder geschlechtsneutral oder beide Geschlechter einschließend formuliert wird. Dafür ist eine Übergangsfrist bis zum 1.4.2011 vorgesehen. Vorbildlich befolgt huscarl schon am ersten Tag alle Vorgaben der Direktive und heißt ab sofort huscarlinnen.
Die Namenswahl war freilich nicht einfach. Auch waren intern einige Bedenken auszuräumen. Schlußendlich siegte aber das Einsehen, dass die Bemühungen um Gleichstellung bei Huscarl schon lange Tradition haben. Das zeigt sich nicht nur in der Radiosendung, die seit Anbeginn von einer Moderatorin und einem Moderator präsentiert wird, sondern auch im Team, das sogar von einer klaren Mehrheit von 10 Frauen dominiert wird.
Erste Anlaufschwierigkeiten
Zuerst sollte der Namen auf husfrouwe.at geändert werden. Die Domain war bereits gekauft und aktiv, als uns die zuständige EU-Behörde darauf hingewiesen hat, dass wir die Direktive falsch verstanden hatten. Es geht um Gleichstellung, nicht um positive Diskriminierung des weiblichen Geschlechtes. Auch die zeitgleiche Beibehaltung von husfrouwe.at und huscarl.at erschien nicht als eindeutig genug. Somit war klar, dass der Namenswechsel tiefgreifender sein muss.
Umsetzen des Gender Mainstreaming
In weiterer Folge schreibt die Direktive vor, eine Reihe von Errungenschaften der Gender Studies, auch zusammengefasst unter Gender Mainstreaming, europaweit umzusetzen. Im Universitären Bereich nicht mehr wegzudenken sollen Schreibweisen wie das Binnen-I oder die gleichzeitige Nennung der Geschlechter auch flächendeckend in allen Online- und Printmedien eingeführt werden. Dies wird im Rahmen von Huscarl erst in einigen Wochen spürbar werden, da bestehende Artikel die auf Publikation warten nicht extra nochmals umgeschrieben werden müssen. Für alle Neueinreichungen gibt es allerdings ein umfangreiches Regelwerk, das bei Bedarf bei der Redaktion angefordert werden sollte. Die Einhaltung schon beim Erstellen der Artikel erspart uns im Nachhinein viel Korrekturarbeit.
Begeisterung beim Amt: Vorbildliches Engagement!
Frau Goodman-Wellworth vom neu gegründeten EU-Büro "General United Taskforce for Mutual Enforcement of National and Supranational Common Homogenity" äußerte sich zum Einsatz von Huscarl mit euphorischer Begeisterung und versprach, das Onlinemedium europaweit als Musterbeispiel vorzustellen. Kommt derzeit von vielen Seiten noch Widerstand, ist Frau Goodman-Wellworth überzeugt, dass Vorreiter wie wir maßgeblich dazu beitragen werden, diese wichtige Vorgabe umzusetzen.
Somit darf ich im Namen des Teams auch weiterhin gute Unterhaltung und beste Informationen bei huscarlinnen.at wünschen,
Florian Machl
Chefredakteur und Herausgeber
huscarlinnen.at
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