Zum zweiten Rittermehrkampf der Klagenfurter "Soldknechte Compania Carantania" und den Villachern "Soldurii Santicum" am 5. und 6. Mai 2007 lieferten sich alle Teams, angefeuert von über 1000 Besuchern, harte Schlachten.

Fantasievolles Tjosten

Die abendliche Feuershow durfte nicht fehlen...

...und beeindruckte Mitwirkende und Publikum

Und was wäre ein Rittermehrkampf ohne Schwertkampf?

Kampf in leichter Rüstung
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Wenn schon ein Mittelalterfest, dann ein Lustiges, sagten sich Soldknechte und Soldurii, als der Kärntner Rittermehrkampf ins Leben gerufen wurde. Teams stellen sich unterschiedlichen Bewerben, die oft mit einer gewissen Boshaftigkeit von den Veranstaltern gewählt werden – natürlich rein zur körperlichen Ertüchtigung der Kombattanten (und dem Amüsement der Zuseher).
Tjosten, Kämpfen, Eierwixxen
Diese Disziplinen waren "Eierwixxen" (Das Hin- und Herwerfen von rohen Eiern, ohne diese zu zerbrechen), Tjosten (dem Treffen eines Zieles mit der Lanze von einem Karren aus, angeschoben von den Mitstreitern ), dem Klassischen Minnengesang, Axtwurf und Bogenschießen. Weiters musste der ritterliche Hindernislauf bewältigt werden, das Kreuz der Geschicklichkeit (durch Schläge mit einem leicht gefüllten Sack den Gegner aus dem Gleichgewicht bringen), Seilziehen und das Stockkatapultieren (mit einem Holzschwert einen auf einer Kiste liegenden Holzpflock so zu treffen, dass dieser möglichst weit katapultiert wird).
Wettstreit im Minnegesang
Die Disziplin des Minnegesangs wurde von den Mitstreitern etwas missverstanden, so brachten diese doch weniger ernsthafte Minnen als viel mehr Oden an das Bier dar. Der Soldknecht Raphael wiederum entledigte sich zum Beispiel seiner Kleider in einem lasziven Tanz, um diese dann mit einem "Das gehört gewaschen!" seiner "Angebeteten" zu übergeben. Selbstverständlich wurden solche Eskapaden von der Jury nicht belohnt.
Die Kulisse bat die Burgruine Leonstain, die sich zwar etwas zerfallen präsentierte, aber dennoch einen netten Rahmen bot. Überhaupt kam ein sehr familiäres Flair auf, nicht zuletzt wegen der günstigen Preise. Hier merkte man auch, dass der Rittermehrkampf aus der Idee eines Tages der offenen Tür der Vereine entsprang – es steht nicht der finanzielle Gewinn im Vordergrund der Veranstaltung.
Zeitgleich: autofreier Sonntag
Einzige Wermutstropfen waren das etwas unbeständige Wetter und der autofreie Sonntag, worauf die Veranstaltung nur über Umwege mit dem Auto erreicht werden konnte, sich dafür aber einige Radfahrer auf die Burg begaben.
Nächstes Jahr wieder!
Fix ist, dass der Rittermehrkampf auch nächstes Jahr wieder stattfinden wird, bis dahin bleiben den Soldurii und den Soldknechten genug Zeit zum Überlegen noch herausfordernder Disziplinen.
Die Ergebnisse (Platzierung, Punkte):
1. Miles Longus Capilaris Bundesladis, 19 (die Titelverteidiger haben es wieder geschafft!)
2. Ampfi-Team (Ampfitamin), 32 (1. Team aus Pörtschach)
3. Soldurii-Team, 38 (ohne offizielle Wertung)
4. Team Ritter ohne Namen, 40 (2. Team aus Pörtschach)
5. Team Soldknechte, 42 (ohne offizielle Wertung)
6. Team Geschichte (Institut Uni Klagenfurt), 46 (deutliche Steigerung zum letzten Jahr)
7. Alveran (USI-Schwertkämpfer), 49
8. Nornensang, 50
9. Freddys Knightmare, 65
10. Tick, Trick und Track, 76
die beiden letzten Teams konnten nicht alle Bewerbe absolvieren
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