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Ein Fest wie Mittelalter-Urlaub im Grünen
Das dritte Gaudium zur Purg in Purgstall
10. 9. 2008 - 23:30 - Florian Machl

Foto (C) Andrea Eberl
Ein Auftritt von Nachtwindheim.

Foto (C) Florian Machl
Septembe mit der Flüstertüte - ein bekanntes Bild?

Foto (C) Florian Machl
Unerwartet stimmgewaltige Unterstützung beim Wecken der Langschläfer gab es von Georgie.

Foto (C) Florian Machl
Wegweiser halfen den Besuchern, sich zurechtzufinden.

Foto (C) Florian Machl
Auch die Kleinsten durften mit.

Foto (C) Florian Machl
Szeneradio-Moderator Jakob Marberger übertrug seine Sendung live vom Markt.

Foto (C) Florian Machl
Das Organisationsteam beim Umzug.

Foto (C) Florian Machl
Es ging quer durch den ganzen Ort.

Foto (C) Florian Machl
Vor dem Badezuber Sündenbock wachen neue Statuen.

Foto (C) Florian Machl
InSpekulum spielt auf.

Foto (C) Florian Machl
So kann ein Honigstand dekoriert sein.

Foto (C) Florian Machl
Meister Kolk und zwei Musikerinnen von Nornensanc lockern die Waffenschau von Prima Nocte auf.

Foto (C) Florian Machl
Ein Zuberrekord von 15 Personen soll aufgestellt worden sein - doch wir zählen nur 14 Köpfe.

Foto (C) Florian Machl
Schaukampf-Vorführung von Prima Nocte

Foto (C) Florian Machl
Einer der liebevoll dekorierten Gastrostände.

Foto (C) Florian Machl
Es gab viel Handwerk zu bestaunen und erlernen.

Foto (C) Florian Machl
Ein weiterer Gastronomiestand.

Foto (C) Florian Machl
Gerichtsvorführung nach dem Sachsenspiegel von Via Nostra.

Foto (C) Florian Machl
Nicht alle Händler hatten Lust auf historische Gewandung.

Foto (C) Florian Machl
Der bestausgerüstete Esel der Welt wird bei Prima Nocte umhegt.

Foto (C) Florian Machl
Zu Besuch: die Bruderschaft der Ordensritter

Foto (C) Peter Klerr
Humoristische Waffen- und Kampfvorführung von Historia Perita

Foto (C) Peter Klerr
Schusswaffen-Vorführung

Foto (C) Verena Ritzengruber
Die abendliche Feuershow mit verschiedensten Elementen wurde von elf Künstlern bestritten.

Das Wochenede vom 6. bis 7. September brachte für Besucher einen Fest-Marathon mit sich. Sogar schon ab Freitag, dem 5., versuchte sich das kleine niederösterreichische Purgstall an der Erlauf gegen den Mittelalter-Giganten Eggenburg und den Fest-Giganten Donauinselfest Wien durchzusetzen. Verschärfend kam hinzu, dass Purgstall den zweiten Platz der Huscarl Leserwahl zum schönsten Fest 2007 zu verteidigen hatte - und auch hier wiederum gegen Eggenburg antrat, wo man den ersten Platz erreicht hatte. Das Organisatorenteam, das sich aus der Gutsverwaltung und der Gruppe "Viatores die Wanderer" zusammensetzte, nahm die schwierige Herausforderung an.

Das Wetter meinte es jedenfalls nur bedingt gut mit Purgstall. So brachte der Samstag brennend heiße 32 Grad, am Sonntag hatte man es nahezu durchgehend mit einer geschlossenen Wolkendecke bei moderaten Temperaturen zu tun. Nach Veranstalterangaben waren dennoch 5000 zahlende Besucher aufs Areal zu locken - die meisten davon wahrscheinlich am Sonntag, da sich der Besucherstrom am Freitag und Samstag recht verhalten zeigte.

Viel Szene-Fachpublikum
Die Besucherstruktur selbst war als ausgesprochen angenehm zu bezeichnen. Wie schon bei anderen Festen, die als Insidertipp gelten, waren auch in Purgstall ausgesprochen viele Gewandete am Platz, wohingegen die Quote an Fantasy-Wolpertingern eher gering erschien. Dies resultierte zum Teil aus den vielen Lagergruppen, ein großer Teil wurde aber auch von gewandeten Besuchern beigetragen, von denen man viele als "Szene-Fachpublikum" bezeichnen könnte. Auf Nachfrage äußerten sich viele dahingehend, dass man zuvor Eggenburg besucht hatte und jetzt natürlich auch Purgstall sehen wolle. Die Terminüberschneidung - über die niemand besonders glücklich war - soll, so betonten beide Veranstaltungsteams im Vorfeld, ein bedauerlicher Zufall gewesen sein, der sich in den nächsten Jahren keinesfalls wiederholen soll. Die Eintrittspreise waren für das Gebotene jedenfalls mehr als moderat zu bezeichnen. 5 Euro Normalpreis, 1,50 Euro für Gewandete und noch einige Ermäßigungen - das kann man fast schon als Geschenk bezeichnen.

Grünflächen und Schatten

Das Gaudium zur Purg, so nennt sich dieser Mittelaltermarkt, fand 2008 zum mittlerweile dritten Mal im Schlosspark statt. Dieser ist ein 16.000 Quadratmeter großes Gelände, das hauptsächlich aus Grünfläche besteht, die nur von majestätisch hohen Bäumen unterbrochen wird. Dies erklärt auch einen weiteren Vorteil des Geländes: hier gibt es immer Schattenflächen. Nach außen hin ist das Fest nicht sichtbar - wie auch die Außenwelt das Festgeschehen nicht mit modernen Eindrücken beeinflussen kann. Zwischen Festgelände und der nächsten Straße ist ein Streifen aus Vegetation, der glücklicherweise den Alltag des 21. Jahrhunderts aus den Augen verbannt. Dabei war diese grüne Oase verkehrstechnisch sehr leicht erreichbar. Von der A1 Abfahrt Ybbs ein paar Kilometer nach Wieselburg - und schon sah man an einem großen Werbeplakat, dass man hier goldrichtig lag.

Von perfekten Sanitäranlagen bis zum Festessen

In Purgstall machte man auch heuer wieder vieles richtig, was man anderswo vermisste. Begonnen bei der guten Beschilderung des Veranstaltungsortes, die von allen Seiten zum Gelände beziehungsweise zu den Parkmöglichkeiten wies. Einige Stimmen meinten zwar, es wäre noch auffälliger gegangen, beispielsweise mit einem großen Transparent über den Bundesstraßen, doch scheint eine nennenswerte Beschilderung in Österreich überhaupt Mangelware zu sein und somit war dieser Punkt gut gelöst. Weiters sorgte man traditionsgemäß gut für die Darsteller und Händler, die man auch als große Familie bezeichnete. Neben perfekten Sanitäranlagen gab es auch in diesem Jahr ein Festessen für alle Teilnehmer. Dieses fand am Samstag statt, wo Grimbert "Oger" Speysmeister von Prima Nocte legendär aufkochte. Von den selbstgefüllten Würsten nach historischem Rezept über Käsetaler bis hin zum schmackhaften Eintopf, hier blieben schwerlich Wünsche offen. Eine gute Versorgung der Teilnehmer macht sich durch gute Stimmung am Markt bemerkbar. Auch wenn die Händler teilweise sicher gerne noch mehr verkauft hätten, bis auf die notorischen Nörgler, die es noch auf keinem Markt lassen konnten zu jammern, gab es durchgehend freundliche Worte und ebensolche Gesichter.

Deutscher Überhang?

Einer der größten Kritikpunkte der Vorjahre war die Tatsache, dass der Markt einen Überhang an deutschen Gruppen und Darstellern hätte und die österreichische Szene etwas zu kurz käme. Tatsächlich konnte sich der Markt, was die Lager betraf, nicht an Veranstaltungen wie Kaprun messen. Die Aufteilung in Nationen erschien hier rein optisch aber nur geringfügig zugunsten der deutschen - hauptsächlich bayerischen - Vereine zu liegen. An dieser Stelle sollte aber ebenso festgehalten werden, dass die Qualität der ausgewählten Gruppen durchgehend sehr hoch war, wobei man neidlos anerkennen sollte, dass man sich bei den bayerischen Freunden noch einiges abschauen kann. Tatsächlich war das Verhältnis aber umgekehrt als aufs Erste wahrgenommen: Aus Österreich konnte man die Lager von Prima Nocte, Via Nostra, den Salzburger Vogelfreyen, dem Clan der O'Kleys, Ausfall, den Soeldnern zu Graetz, Procus Animus, Klarets Kovenanz, Sturmfalken, Verein Historisches Zeiring, Eulenspiel, Gutzgauch und Daidalos bewundern. Beim Lager der Hirschensteiner Söldnerlanze sollen sich auch einige Getreue zu Greifensteig einquartiert haben, die uns aber leider entgangen sind.

Die Markthändler

Ein wenig mehr zugunsten der deutschen Mittelalterkollegen schien das Verhältnis bei den Marktständen ausgefallen zu sein, wobei man hier eine strenge Auswahl getroffen hatte, was die Optik der Stände betraf. Die tatsächliche Aufteilung war laut Veranstalter: 26 Stände aus Österreich, 21 aus Deutschland, 2 aus Tschechien und einer aus der Slowakei. Nur wenige Ausreißer mit historisch ungeeigneten Ständen waren festzustellen - im Großen und Ganzen ergab sich ein stimmiges Bild. Leider war nicht für jede Warengruppe ein Vertreter anwesend. So waren beispielsweise Metallwarenhändler mit Waffen und Rüstungsangebot für den Kauflustigen so gut wie nicht wahrnehmbar. Mit Bedauern nahmen die Festbesucher zur Kenntnis, dass das Marktkaufhaus mit seinem auffälligen Turm zwar hübsch anzusehen, aber hauptsächlich mit gebatikten T-Shirts und Kleidern modernerer Art bestückt war. Dafür verzichtete man hier heuer wenigstens auf die Musikbeschallung aus dem Kofferradio - wohl auch, weil dies die Lagerregeln so vorschrieben. Eine interessante Idee hatte Georgie von der HexenKuchl, der leider keinen Standplatz mehr erhielt. Er war - was übrigens sehr authentisch für einen Markt zu sein scheint - mit einem Bauchladen unterwegs und verkaufte unter anderem Halbedelsteine. So mancher Darsteller zeigte daraufhin stolz seinen "Stein gegen die Trunksucht".

Gebuchte und "freiwillige" Musiker

Bei der Auswahl der Musiker verließ man sich im offiziellen Programmteil vollständig auf Künstler aus dem Nachbarland. Dabei machten die Spielleute von InSpekulum und Nachtwindheim ihre Sache gut. Insbesondere InSpekulum wusste Stimmung zu erzeugen und das Publikum mitzureißen, wohingegen der hervorragende Flötenspieler von Nachtwindheim vor allem beim Umzug, begleitet von seinem Kollegen an der Trommel, eine ausgesprochen gute Figur machte. Ebenso anwesend waren auch die Musici von Gutzgauch (Wien), Roland Heinzles Taverne zum Wilden Wikinger wurde von Schandgeselle Meister Kolk beschallt und die für Schaukampf und Lagerleben engagierten Prima Nocte hatten als musikalische Unterstützung ihrer Shows zwei Mädels von Nornensanc mitgebracht. Dies schien eine Premiere in der Szene zu sein, denn uns ist kein Verein bekannt, der je zuvor zur musikalischen Auflockerung des Schaukampfes eine Mittelalter-Spielmannsgruppe engagiert hätte. Der Versuch stieß auf begeistertes Echo und großen Applaus beim Publikum. Doch damit war das "freiwillige" Musikeraufgebot noch lange nicht am Ende. Als Gäste fand man an mehreren Tagen Raban und Finja von Rhiannon, diesmal ungewohnt in zivil. Dennoch ließen sie es sich nicht nehmen, sich in so manche Jam-Session zu integrieren. Raban wurde am Sonntag auch beim Zuber-Rekord im Fahrend-Volk-Zuber gesichtet, wo angeblich 15 Personen beteiligt gewesen sein sollen. Jedoch - auf den Beweisfotos zählten wir nur 14, vielleicht war ja jemand auf Tauchstation. Last but not least zeigte Franz IV, bekannt aus Heidenreichstein, sein Können und machte Lust auf mehr. Er kündigte jedenfalls seine Teilnahme am Minnesängerwettstreit auf Burg Aggstein an.

Herberge ausgebucht

Auch Roland Heinzle äußert sich immer wieder positiv über die gesteigerte Aufmerksamkeit, die sein Angebot durch die musikalische Verstärkung mit den Schandgesellen erfährt. Auch seine Herberge aus Wikingerzelten mit "Doppelbett" und Frühstücksangebot findet immer mehr begeisterten Anklang. Die Herberge war vom ersten bis zum letzten Tag restlos ausgebucht. Allerdings sollte man Gästen, die einen leichten Schlaf haben, ans Herz legen, an Ohrenstöpsel zu denken - denn gerade in Purgstall wurde noch sehr lange bei guter und friedlicher Stimmung gefeiert. Von alkoholisierten Stänkerern fand sich hier keine Spur.

Purgstall erwacht

Auch der Ort Purgstall scheint sich mehr und mehr mit dem Gedanken an ein jährliches Mittelalterspektakel anzufreunden. Stellte man im Vorjahr noch die Frage, ob der Ort überhaupt Einwohner habe, zeigten sich heuer entlang der Straßen viele neugierige Zuschauer, während der Umzug stattfand. Angeführt wurde dieser übrigens von Herrn Bürgermeister Franz Ressl, den man prächtig gewandet und mit einem Zeremonienschwert ausgestattet hatte. Er führte den Umzug an und hatte sichtlich seine Freude daran - dieses freundschaftliche Engagement der Lokalpolitik würde man sich auch anderswo wünschen!

Schulprogramm

Der Ort selbst profitierte ebenso am Markt. Ob gestiegene Nächtigungszahlen zu verbuchen waren, haben wir nicht erfragt, es ist aber wie allerorts anzunehmen. Nachvollziehbarer Nutzen entstand durch das Engagement der Gruppen, die schon vor den offiziellen Markttagen angereist waren. So fand ein Besuch bei der örtlichen Schule statt, wo die Kinder über das Mittelalter lernen konnten und natürlich auch Ritter und Rüstungen aus der Nähe betrachten konnten. Tags darauf waren die Schulkinder gern gesehene Gäste am Markt, wo ihnen ein eigenes lehrreiches Programm mit Handwerk und mehr geboten wurde. Die Veranstalter haben also die Augen offen, was nützliche Synergieeffekte betrifft und wissen damit wohl langsam aber sicher die Herzen der Purgstaller zu erobern.

Gastro einmal anders

Mit der Gastronomie beschreitet man in Purgstall alternative Wege. Das Fest hatte mehr Gastronomen, als für die Besucherzahl sinnvoll war. Dennoch waren die meisten Bänke stets besetzt und es wurde fleißig konsumiert. Die Eigenheit bei diesem Fest war, dass die Gastronomie über das gesamte Marktgelände verteilt war, anstatt an einer Stelle konzentriert zu sein. Dazu gab es unter den Gastronomen geteilte Meinungen - die einen profitierten wohl davon, die anderen hätten sich bessere Umsätze und einen anderen Platz gewünscht. Allen wird man es nie recht machen können, doch herausragend war hier auf jeden Fall das Erscheinungsbild. Ausnahmslos alle Betriebe waren optisch gut ins Gelände eingegliedert, das auf den ersten Blick vorherrschende Baumaterial war Holz. Natürlich kamen statt Plastikgebinden auch heuer wieder die bewährten Purgstaller Trinkkrüge zum Einsatz. Die Organisatoren zeigten im Gastronomie nicht nur Kreativität sondern auch Willen zum Durchgreifen bei Problemen. So wurde ein bekannter Bäcker in Hinkunft mit Platzverbot belegt, weil er sich angeblich ein recht handfestes Fehlverhalten gegenüber einem Kunden zuschulden kommen ließ.

Schauhandwerk

Freunde des mittelalterlichen Handwerks konnten sich bei diesem Markt freuen. Viele Handwerker waren bei ihren Tätigkeiten zu beobachten, bei manchen durfte man auch selbst Hand anlegen. Angefangen bei der Bockschen Werkstatt gab es weiters Steinschleifer, Glasbläser, die Tuchfaerberey und viele mehr - nicht zu vergessen die vielen Schauhandwerke, die in den Lagern angeboten wurden.

Gaukler bis Kampf-Schaustück

Das Unterhaltungsprogramm war neben den erwähnten Musikern gut gewählt. Gaukler Jolando von Birkenschwamm zog stets ein großes Publikum an und zeigte viel Blödsinn mit diversen Schrott-Teilen und Fundstücken, die er in seinem Korb mit sich führte. Einem Gummihuhn das Genick zu brechen - das ist nicht einfach. Eine humoristische Schaukampfdarbietung kam von Historia Perita - zwei Kämpfern die im Vorjahr mit dem Clan Claymore aufgetreten waren. Via Nostra führte mit Unterstützung diverser Darsteller aus verschiedenen Lagern wieder ihr Gerichtsstück auf Basis des Sachsenspiegels auf. Auch hier lag der Fokus auf Humor - man könnte fast schon von einer mittelalterlichen Richtershow sprechen. Nahe dem Lager der Hirschensteiner Söldnerlanze gab es auch noch eine interessante Vorführung von verschiedenen Fernkampfwaffen bis hin zu Schusswaffen. Hauptact des Tages war fraglos jeweils die zahlenstark angereiste Prima Nocte mit ihrer Waffenschau und dem kämpferischen Schaustück. Am Samstag gab es eine Feuershow von nicht oft zuvor gesehenen Ausmaßen. Elf Feuerkünstler standen am Platz und begeisterten die Zuseher, die sich zwar manchmal ein wenig mehr Struktur gewünscht hätten, aber alleine von der Masse des Gebotenen überwältigt waren.

Szeneradio-Liveübertragung

Jakob Marberger von der Szeneradiosendung So wa[h][r]s wagte ein ganz besonderes Experiment: eine Livesendung vom Markt. Sein Thema war diesmal das 13. Jahrhundert, über das er mit verschiedenen Marktteilnehmern interessante Gespräche führte. Ein Techniker vor Ort half beim Abmischen, im Sendestudio in Kirchdorf saß ein weiterer Techniker, der diesen Versuch tatsächlich live auf Sendung bringen konnte. Der Sendungsmitschnitt wird mit Spannung erwartet.

Nasses Ende

Schlussendlich drehte jedenfalls das Wetter den Veranstaltern und Darstellern eine ziemlich lange Nase. Die Himmel öffneten alle Schleusen und sandten wahre Sintfluten zu Boden, noch knapp vor dem offiziellen Marktende um 19:00. So war es diesmal leider nichts mit trockenen Gewandungen - aber viel mühsamer wird sich vielerorts noch das Trocknen der nassen Zelte gestalten.

Fortsetzung steht fest

Bezüglich einer Fortsetzung im kommenden Jahr hatte man sich intern durchaus Limits als Bedingung gesetzt. Diese wurden knapp erreicht - ein vierter Durchgang im Jahr 2009 wurde vom Veranstaltungsteam als fix verlautbart. Der angepeilte Termin ist das erste Septemberwochenende, wobei das genaue Datum erst bekanntgegeben wird. Für mich ist sicher - beim so einem familiären "Mittelalter-Urlaub im Grünen" werde ich immer wieder gerne zu Gast sein. Ein Tag in Purgstall bedeutet eintauchen in eine ruhigere Welt - mit Mittelalter, aber auch Fantasy Elementen. Auf jeden Fall trifft man dort jedes Mal eine Menge freundlicher Gesichter und kann - wenn man will - so richtig entspannen.

Qualitativ ist nach oben als auch nach unten sehr viel Spielraum geblieben. Der aus dem Huscarl Forum als Authentizitäts-Hardliner bekannte Alexander Mairgünther vom Organisationsteam hatte heuer sicher noch viele Augen zuzudrücken. An dieser Stelle möchte ich die gebündelte Anerkennung niederschreiben, die dem Team von allen Seiten während und nach dem Fest ausgedrückt wurde. Es gäbe selten ein Fest, wo man sich derart intensiv um die spontanen Anforderungen und Wünsche der Teilnehmer bemühen würde, so lautete der Grundtenor. Die Veranstalter waren stets am Platz und hatten sowohl ein offenes Ohr als auch eine helfende Hand. Zu dieser menschlichen und kollegialen Einstellung möchte auch ich gratulieren.


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1. Kommentar von Beroharti am 11.09.2008 um 00:27

Imho das schönste Fest des Jahres!
Bis Purgstall war für mich das HGM mit der einzigartigen guten Auswahl von Standlern der Top-Favorit (und ist auch nächstes Jahr für jeden ein Muss, der sich ausrüsten, Anregungen holen oder einfach ein tolles multi-period Event genießen will (inkl sehenswertes Museum und sehr engagierten Bundesheerlern)).

Aber dann kam Purgstall: Kaum ein Fest konnte mit solcher Intensität an Ambiente und Qualität mithalten. In diesem Park war kaum etwas modernes zu bemerken, wir waren hier abgeschieden und von Bäumen umringt in einer Mittelalterzeitblase "gefangen". Ein überproportionaler Satz an Gewandeten, am Abend war alles mit Lagerfeuern, Fackeln und Kerzen beleuchtet, es waren qualitativ gute Händler & Handwerker anwesend und wieder mal musste man einiges an Geld bei den Harzschützen und beim Wilden Wikinger lassen (sowie beim wohltemperierten Zuber vom Sündenbock).

Richtig positiv ist auch, dass die Festivität noch ein paar tausend Besucher vertragen kann, man hat an den 2 1/2 Tagen die tausenden Gäste kaum gespürt. Hier kann man einfach nur Werbung für Purgstall 2009 machen, damit das Fest auch weiterhin so toll bleibt und auch die Veranstalter etwas davon haben.

Ein riesen Dankeschön an die Veranstalter, die unermüdlich jedes Thema behandelt und allgegenwärtig waren, die ewig gut gelaunten freundlichen und emsigen Häuslfrauen, die dafür gesorgt haben, dass ein zentraler Punkt immer bestens gesäubert war, allen Mitdarstellern und Händlern und natürlich den vielen zahlenden Gästen und Sponsoren, ohne die es solche Veranstaltungen kaum geben würde.

Tipp an alle: 2009 unbedingt im Juli Heeresgeschichtliche Museum (3te Jahr) und das 4te Gaudium zu Purgstall besuchen!!

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2. Kommentar von (geloeschter Benutzer) am 11.09.2008 um 09:23

Vielen Dank ...
... an alle unsere Darsteller für die wundervolle Zusammenarbeit und das schöne Fest. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.

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3. Kommentar von Robert von Aham am 11.09.2008 um 10:14

Purgstall war die Nr.1
Alex, jetzt bist du mir zuvor gekommen. Denn ich wollte mich noch mal bei dir und deinem Team für dieses hervorragende Fest bedanken. Leider ist die Abschiedsrunde buchstäblich ins Wasser gefallen und ich war froh wie ich meine nassen Sachen im Auto hatte und abfahren konnte.

Einige Feste habe ich heuer gelagert, viele mehr besucht. Purgstall an der Erlauf war bis dato das Beste. Auch wenn der Florian schreibt "du musstest heuer sicher noch viele Augen zudrücken" so war die dargebotene Qualität doch recht beeindruckend. Klar, ein Museumsfest ist es nicht, muss es aber auch nicht werden, der Charme des Festes ist überwältigend.

Eine kleine Anmerkung zum Festzug, die Stimmung beim Umkehrplatz war phänomenal als sich der Zug selbst feierte. Auf alle Fälle war ich vom Publikumsandrang beim Zug etwas irritiert. (Aber die Mädels vom örtlichen Altersheim im Rollstuhl am Kirchenplatz waren bestens gelaunt als wir vorbeigezogen sind. )

Hoffe, dass wir nächstes Jahr wieder dabei sein dürfen.

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4. Kommentar von Christa am 11.09.2008 um 10:33

Einfach nur schön.
Danke für dieses Fest - da schließe ich mich Robert von ganzem Herzen an.
Der Höhepunkt des Jahres.
Mehr gibts nicht zu sagen.

Und Robert: Danke fürs mitmachen bei der Gerichtsverhandlung - im Namen des ganzen Vereins :) Ich hoffe, ich hab dich nicht zu sehr damit überfahren.

Alles Liebe aus Linz
Christa

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5. Kommentar von Umbra am 11.09.2008 um 11:20

Purgstall klar Numero uno!
Wir Hirschensteiner können uns den obigen Kommentaren voll anschließen!!
War ein super Saisonabschluß für uns.
Kleine Korrektur am Rande, die Getreuen zu Greifensteig sind nicht bei uns untergekrochen...
Am nördlichen Platz der Veranstaltung war relativ wenig Platz für 2 Planen und 9 Zelte, und somit legten wir unsere Lager direkt aneinander. Kam optisch aber super rüber.
Besuchermäßig war auf unserer Seite eigentlich immer mächtig was los. Alle Vorführungen waren sozusagen "ausverkauft". Gut, man hätte eventuell einzelne Programmpunkte lautstark ankündigen können, war aber nicht notwendig. Auch der "Kinderfreitag" hat uns super gefallen. Das nächste mal aber bitte vorwarnen, hätten noch einiges mehr für die Kids bieten können.
Oben wurde noch das Mengenverhältnis österreichischer / bayerischer Gruppen angesprochen. Macht ihr da noch Unterschiede? Wir schon lange nicht mehr. Auch auf bayerischen Veranstaltungen sind ebensoviele österreichische Vereine anzutreffen. Wir möchten sogar behaupten das der Zusammenhalt der österreichisch-, bayerischen "Szene" deutlich besser ist, als die der westdeutschen nur unter sich!
Purgstall war wieder die ca. 300km wert, für einen Teil von uns sogar 800km, und somit auf ein nächstes Mal. Vielleicht begreifen dann sogar die Purgstaller selber, das in ihrem Ort eine der angesagtesten Veranstaltungen dieser Art, stattfindet.

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6. Kommentar von Robert von Aham am 11.09.2008 um 11:46

Theater
@ Christa

Keine Ursache. Danke dass ich mitspielen durfte, hat Spaß gemacht. Allerdings war ich ein bischen zu nervös und dadurch wohl zu leise, aber mit etwas Übung und Routine wird das schon. Also jederzeit gerne wieder. :)

@ Umbra

Die Mittelalterbayern&Österreicher sind, wenn schon nicht eine geographische Einheit, so doch eine große Familie.

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7. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 11.09.2008 um 12:06

Deutschland / Österreich
Die Fragestellung im Artikel entspricht den Wünschen, die unsere Leser seit Anfang des Projekts haben - und einer Anforderung, die wir an uns selbst stellen: Förderung der österreichischen Szene. Über die Monate hat sich herausgestellt, dass eine Vermischung mit den Bayern stattfindet und auch wünschenswert ist - Bayern war für uns auch immer schon Zielgruppe und Publikationsgebiet.

Im vergangenen Jahr hörte man sehr viel Kritik gegenüber der Organisation von Purgstall, sie würden deutsche bevorzugt behandeln. Deshalb haben wir uns das diesmal sehr genau angesehen und festgestellt, dass eher ein ausgewogenes Verhältnis herrscht - eigentlich sogar zugunsten der Österreicher. Dieser Kritikpunkt muss somit objektiverweise fallen und die Nörgler müssen sich etwas Neues einfallen lassen!

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8. Kommentar von Ivan-der-Sturmfalke am 11.09.2008 um 12:48

Unser Zelt und Segel sind nunmehr trocken...
...und im Heimathorst der Sturmfalken sicher verwahrt, wo wir mit Tränen in den Augen heute unser Ende der Lagersaison 2008 begehen. Nur gut, dass der letzte Punkt unserer Tournee Purgstall war, denn es gibt wirklich fast nichts, was man besser machen könnte.

Selbst bei der anfänglichen Verwirrung um den Lagerplatz (an dieser Stelle ein augenzwinkernder Gruß an Prima Nocte, die offensichtlich den eigenen Platzbedarf etwas unterschätzt hatten) blieb die Orga ruhig und sehr freundlich, diese Hilfsbereitschaft und Zuvorkommnis haben wir so selten wo erlebt. Man fühlte sich rund um die Uhr versorgt und betreut, unter den Gruppen herrschte eien familiäre Stimmung und auch die Besucher erwiesen sich als wundervolle Gäste ohne auch nur dem kleinsten Störenfried-Faktor.
Von Speis & Trank zum "fast-schon-Selbstkostenpreis" über die vorbildlichen sanitären Anlagen bis hin zu den genailen Holz-"Ausstellerausweisen"  hat einfach alles gepasst.

Achja: Zwei Tage nach Festende kam noch der Anruf aus Purgstall, wir sollen doch bitte vorkommen und uns unseren Unkostenbeitrag abholen, da die Orga in der Hektik nicht mehr dazu gekommen war, es auszubezahlen. Das sagt glaub ich so ziemlich alles über die Handschlagqualität in Purgstall aus...

Nächstes Jahr wieder fix dabei!

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9. Kommentar von MADmartin am 11.09.2008 um 21:26

Muß erstmal wieder runterkommen...
denn das war ein herrliches Gaudium welches mich noch Nächtelang in meinen Träumen begleitet,
ja der Umzugsumkehrplatz ist schon berühmt berüchtigt, ich hoffe das wird zur Tradition und Markenzeichen für mitwirkende (oder Anwohner).
@Via Nostra, anscheinend wurde ich ja am Sonntag gesucht um wie 2007 mitzuspielen, aber wir Vogelfreiyen verstecken uns eben gerne (würde immer wieder mitspielen, aber wie sagen die bei diversen Superstars "die Coreo muß stimmen" und das war mir am Sonntag etwas zu überstürzt)
Herzlichen Dank auch noch an die Leute bei der Veranstalter "Schirmbar" den Jägern dem Birkenschwamm, den Kampftruppen den Händlern den Musikern den Toilettenfrauen und überhaupt allen (Schmalz), man merkt wirklich das die Leute alle selbst Spaß an der Freud haben.
War wirklich eine "nette Leit Show" (Frucade oder Eierlikör ?)
Grüße,
MADmartin

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10. Kommentar von Rene am 11.09.2008 um 21:50

Höepunkt der Saison
Auch von mir ein großes Lob und dickes Danke an die Organisatoren dieses Fests. Für mich war es der Höhepunkt dieser Saison.

Die Organisation war erstklassig, die Stimmung hervorragend, das Miteinander der einzelnen Gruppen bemerkenswert. Ich denke, dieses Fest konnte sowohl den Lagergruppen und Darstellern als auch den Besuchern sehr viel bieten.

Erfreulich war, dass das Fest völlig friedfertig verlief. Auch in Purgstall gab es viele Besucher, die hackendicht waren. Aber es gab keine Schlägereien, keine Streitereien und nicht mal laute Worte in den Gastroständen. Wir lagerten direkt neben einem großen Gastrobereich, und es gab nicht die kleinste Störung.

Der einzige Punkt, in dem ich mich dem Lob meiner Vorredner nicht anschließen kann, sind die Händler. Mir waren zu wenig reenactment-taugliche Händler auf dem Platz. Gute Handwerker waren da, aber ein richtiges Warenangebot hat z.B. die Tuchfärberey nicht vorrätig. Ich denke aber, dass sich dieses Problem von allein lösen wird. Wenn das Gaudium weiter so an Popularität in der Szene gewinnt, dann wird es auch die entsprechenden Händler dorthin ziehen, weil sie wissen, dass ihre Käufergruppe dort sein wird.

Bedanken möchte ich mich noch einmal bei allen, die uns bei der Gerichtsverhandlung unterstützt haben. Zum ersten Mal haben sich bei uns Interessierte zum Mitspielen von sich aus gemeldet. Das ist ein ganz neues Gefühl...
@MADmartin: Beim nächsten Mal fragen wir rechtzeitig .

Was mir schon im letzten Jahr unverständlich war, ist das Gerede über die deutschen Gruppen. Wichtig ist doch wohl die Qualität, nicht die Herkunft. Und die Qualität war durch die Bank hervorragend. Und ich möchte im nächsten Jahr weder die Hirschensteiner noch Vulpes Olentes missen. Bevor die zu Hause bleiben müssen, verstecke ich sie lieber bei uns im Lager.

Außerdem sollte man auch Folgendes bedenken: Die meisten deutschen Gruppen sind Freunde der Viatores und haben diesen geholfen, das Fest überhaupt zum Laufen zu bringen. Soll Talamir diesen Leuten sagen: "So, danke dass ihr uns geholfen habt, das Fest bekannt zu machen. Aber jetzt brauchen wir euch nicht mehr, also verzieht euch."? Bitte, das kann ja wohl niemand ernsthaft fordern.

René

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11. Kommentar von Griessu am 11.09.2008 um 22:04

Zuberrekort
Lieber Florian, wie einige UNSERER Fotos Zeigen haben wir sogar einen Rekord von 16 Personen aufgestellt.

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12. Kommentar von Florian Machl (Administrator) am 11.09.2008 um 22:54

Na dann her damit...
... mit den Zuberfotos. Nicht so gschamig! (Ausserdem sind  wir alle brennend daran interessiert, wo genau die restlichen zwei Leute gesessen / gelegen sind...).

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13. Kommentar von Lancelot vom See am 12.09.2008 um 10:52

Gratulation
vorerst zu dem gelungenen Fest !

Eggenburg wird im kommenden Jahr deffinitiv wieder am 2ten Wochenende im September
( 12.&13.09.09 ) stattfinden - daher gibt es keine Überschneidung der beiden Feste mehr.

Nächstes Jahr komme ich sicher auch zu euch

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14. Kommentar von Procus Animus am 12.09.2008 um 11:00

Gaudium zur Purg - das Highlight 2008!
Ich kann mich den Kommentaren meiner Vorredner nur anschließen. Purgstall ist definitiv ein Highlight unter den Mittelalterfesten. Ich habe noch kein Fest erlebt mit einem so tollen Ambiente und Liebe zum Detail. Mein persönlicher Platz 1 in diesem Jahr.

Großes Lob an die Veranstalter, die Stimmung war prächtig! Das Publikum war sehr interessiert und neugierig. Wir haben in der Schauküche vom Clan der Okleys selbstgebackene Krapfen verkostet mit meiner hausgemachten Marmelade und konnten uns vor Besuchern kaum retten, in einer knappen Stunde war alles weg!

Ein paar Punkte möchte ich gezielt hervorheben: die Wasser-, Stroh- und Holzversorgung sowie die Toilettenanlagen waren PHÄNOMENAL! Vielen Dank, bitte nächstes Jahr unverändert wieder!!!

Alles in allem, ein wirklich wunderschönes Fest, mit vielen Pluspunkten, wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!!

Schöne Grüße,
Sophie von Procus Animus

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15. Kommentar von Esteriell am 12.09.2008 um 13:56

Alle Jahre wieder...
Für mich war Purgstall letztes Jahr schon die Nr. 1 und ist es auch heuer wieder....

Die bunte Mischung von Lager, Händler und Gastronomie habe ich für meinen Teil,
als sehr angenehm empfunden. Viele Händler waren total offen und man konnte sich
super mit ihnen unterhalten.
Und ich möcht mich bei alle Lagern bedanken, die uns so lieb
aufgenommen haben.
Allen voran bei Ausfall für das Schlafplätzchen und bei Via Nostra für die große Gastfreundschaft.
*AmLiebstenAlleKnuddelnWill*

Ich freu mich jetzt schon auf das nächste Jahr!

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16. Kommentar von Robert am 14.09.2008 um 00:26

Ich hoffe...
... ich schaffs das nächste Jahr auch mal hin. Von München ist es dann doch ein ganzes Stück zu fahren.
Aber die Bilder, der Bericht und die Kommentare sind äußerst vielversprechend.

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17. Kommentar von G-G am 15.09.2008 um 09:29

Super Stimmung mit Schattenseiten
Folgt man in Purgstall dem Wegweiser der Ausstellerzufahrt findet man sich sofort in dermaßen einer anderen Welt wieder, dass es einen fast wundert, dass das Handy noch funktioniert und sich das Auto nicht plötzlich in einen Eselkarren verwandelt. Meine Tochter samt Schwiegersohn und Enkel waren zum 1. Mal auf einem Fest und sofort vom MA-Virus infiziert. Wenn nächstes Jahr keine Terminkollision ist, bin ich sicher wieder dabei, auch wenn das "Geschäft" eher mittelmäßig war. Infrastruktur: ebenfalls dickes Lob für Locus etc.
Was mich etwas schockiert hat, war, wieviel gestohlen wurde! Bin ich von der großen MA-Familie nicht gewöhnt! In meinem Fall waren es nur Kleinigkeiten, Marmeladenkostgläser (spricht ja nicht gegen mich, oder und Ringe, diese aber offenbar von Profis geklaut. Was mich mehr beunruhigt, sind sehr glaubwürdige Bericht anderer Bestohlener, denen mitten in der Nacht oft in kurzen unbeobachteten Augenblicken Becher oder einem schlafenden Ritter sogar ein Dolch abhanden kamen. Zu einer Zeit, wo eigentlich nur noch Lagerleute, Händler und deren Gäste anwesend sein sollten, also praktisch lauter Bekannte, finde ich das alarmierend! Es ist wahrscheinlich in dem Park nicht einfach zu sehen, wer sich hinter Bäumen rumtreibt, aber vielleicht sollte man doch ab einer gewissen Uhrzeit nicht nur die Zufahrt, sondern auch den Zugang kontrollieren, und mit Beleuchtung auch abseits des Lichtscheins der Schänken lichtscheues Gesindel vertreiben. Sonst wirklich die schönste Lagerstimmung des Jahres! Weiter so, mit vielleicht etwas mehr Publicitiy und früherer Kontakt zu den Händlern.

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18. Kommentar von (geloeschter Benutzer) am 15.09.2008 um 09:52

Diebstähle ...
... sollte man grundsätzlich dem Veranstalter oder der Polizei melden. Da dies ausser dir niemand getan hat, auch nach Rückfrage nicht, verbitte ich mir eine solche Darstellung. Ich empfinde das als Rufschädigung.

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19. Kommentar von Christa am 15.09.2008 um 12:11

Komisch ...
also wir hatten teilweise die gesamte Nacht über unser Geschirr und anderes Zeug auf den Tischen stehen und es ist absolut nichts weggekommen.

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20. Kommentar von Doommaker am 15.09.2008 um 22:53

@diebstahl:
naja, soweit ich weiß, hat einer von unserer gruppe einen becher auf nen tisch bei uns im lager gestellt, ist kurz hinters lager ins gestrüpp verschwunden um zu pinkeln (weil klo am anderen ende vom festl) und wie er 1-2 minuten später zurück gekommen ist war der becher weg (ist auch nicht wieder irgendwie aufgetaucht oder so).

das war meines wissens auch schon relativ spät am abend.
sowas zahlt sich halt wertmäßig nicht für ne anzeige aus und ich nehm mal an er hat das unter "shit happens" verbucht, von daher auch nicht groß wirbel drumrum gemacht. von anderen fällen weiß ich allerdings nix.

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21. Kommentar von schneckenpapst am 17.09.2008 um 17:30

Purgstall: Das Schönste!
Bin wohl sehr spät dran, mit meinem Lob.... bin nun aber erst aus Lambach 1.400 km zurück in der Heimat.
Die Diebstahldiskussion halte ich für völlig überdreht! Ich hatte am ersten Abend nach Festende mein Zelt nicht einmal verschlossen. Jeder konnte meine Rentierfelle sehen, aber nicht eines war am nächsten Morgen verschwunden. Also Schluss mit diesem unwürdigen Gerede! Bei Risiken und Nebenwirkungen beschuldigt man nicht unterschwellig den Veranstalter oder die dort Lagernden!

Nun zum Lob: Ihr habt, Septembe und Talamir, ein sehr großes Fest erstklassig, professionell organisiert! Und das, obwohl ihr alles unauffällig und im Hintergrund effektiv geleistet habt! Das ganze Lob vom Kommentar 1 an kann ich nur voll und ganz bestätigen! So eine Veranstaltung sucht im deutschsprachigen Raum ihresgleichen! Ihr habt in jedem Fall bei der diesjährigen Leserwahl bei huscarl den Platz 1 redlich verdient!!
Hervorheben möchte ich aber auch den ebenfalls im Hintergrund, aber sehr effektiv agierenden Herrn Löffler, auf dessen Grundstück ich mit meinem Wohnwagen stehen durfte. Vor Beginn des Festes hat er mir noch versucht, weis zu machen, er habe damit eigentlich gar nie nix zu tun, Schlitzohr!!
Und dann, schlussendlich, die lieben Kerle von Prima Nocte und den leitenden Feuershowkünstler! Ihr wart auch einfach senstionell!
Okay, der Umsatz war nicht so berauschend, aber die Organisatoren hatten uns rechtzeitig vorgewarnt. Wenn Purgstall nächstes Jahr nicht mit Eggenburg zusammenfällt, dürfte sich auch dieses Problem lösen. An den Veranstaltern hat das eh net gelegen!

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22. Kommentar von Griessu am 17.09.2008 um 17:39

Feuershow
Danke für das Lob, auch wenn es wie erwartend keine Vernünftigen Fotos davon giebt. Ich habe doch gesagt Florian das ich dich als Fotographen haben will, *Schluchts* du und dein Eggenburg.

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23. Kommentar von Ivan-der-Sturmfalke am 18.09.2008 um 09:30

@Griessu
Sabine hat noch ein paar schöne Aufnahmen gemacht, frag sie mal...

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24. Kommentar von Griessu am 18.09.2008 um 19:09

Feuershow
Die von Sabine habe ich schon gesehen, da sind zwar schöne dabei aber nichts das ich richtig verwenden könnte.

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25. Kommentar von G-G am 19.09.2008 um 11:26

Keine Rufschädigung beabsichtigt, außer den der Diebe
@ Talamir
Über die Tatsache, dass mehr als üblich gestohlen wurde, habe ich mit einem der Veranstalter gesprochen, der sein Bedauern äußerte. Einige andere Betroffene haben erst später berichtet, als sie merkten, dass sie nicht die einzigen sind. Das Thema tot zu schweigen ist glaube ich nicht der richtige Weg. So können vielleicht einige Anwesende Ihre vielleicht als unwichtig eingestuften Beobachtungen koordinieren und die wahren Nestbeschmutzer vielleicht ausfindig machen, damit das intern geregelt werden kann. Polizei auf einem sonst friedlichen Fest wäre wohl kaum wünschenswert. Außerdem könnte die Aussage:"Mir wurde vom Nachtlager mein Dolch geklaut!" eventuell behördlicherseits einiges Befremden auslösen. Zwei Besucher, welche als "verwundete Ritter" unterwegs waren haben über einen Diebstahl meinem Schwiegersohn erzählt. Vielleicht kennt ihr ja die Betroffenen und könnt nachfragen. Einen anderen Bericht erhielt ich in Schloß Neugebäude, eine Woche später. Ich bin sehr froh, dass solche Vorfälle sehr selten sind. Ich finde, es sollte alles getan werden, damit das so bleibt. Schließlich funktioniert die Mittelalterszene fast immer wie eine schöne friedliche Familie, oder sehe ich da etwas falsch?

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