
Die Ortschaft Diex in Kärnten ist die Wahlheimat eines "Keltendorfes", das unter Druidin und Vereins-Direktorin Eveline Grander errichtet wurde und laufend erweitert wird. Grafik: Mutmaßliche Verbreitung keltischer Kultur bis ins 3. Jhdt v. Chr.

Spätantike Autoren wie Caesar berichteten von Druiden, geistigen und spirituellen Führern der Kelten. Bild: Basrelief aus Autun (1845). Die wissenschaftliche Welt ist sich einig, dass von der Religion und den Riten der Kelten so gut wie keine Informationen existieren. Vieles, was sich heutzutage mit der Bezeichnung "keltisch" schmückt, ist moderner Esoterik zuzuordnen, ohne auch nur im Entferntesten auf historischen Quellen zu wurzeln. So stammt der "Keltische Jahreskreis" aus der Feder des walisischen Dichters Edward Williams (1747-1826) und steht in keiner Relation zur überlieferten keltischen Zeitrechnung.

Grabplatte mit dem Bildnis einer Keltin in authentischer Tracht - Kirche St. Jakob, Klagenfurt. Die Rekonstruktion von Gewändern auf historischer Basis sei nicht Ziel des Keltendorfes in Diex. Es werde dort zwar geforscht, aber nicht mit wissenschaftlichen Methoden, so sagte man uns.

Das ORF Landesstudio Kärnten berichtete im Jahr 2007 ausführlich über das "Keltendorf". Neuzeitliche Kelten würden alte Geschichten weitertragen, keltische Rituale hätten sich bis heute erhalten. Moderne Hexen würden als Lebenslehrerinnen ihren eigenen Zugang zu alten Wissensquellen suchen. Die Regisseurin hatte nach den Dreharbeiten "das Gefühl, dass ein Stück vergessene Kärntner Geschichte lebendig geworden ist". Sie räumt ein, dass die Figuren "ganz sicher nicht historisch korrekt" und "absolut nicht archäologisch belegbar" seien.

Klingende Münze. Das Bild zeigt die "Keltische Silbermünze aus Dünsberg", das sogenannte "Tanzende Männlein". Getanzt wird auch im Keltendorf Diex ausgiebig - die Preise der Veranstaltungen, ein "Initiationsritus" für Schulkinder um 170 Euro pro Person, lassen den Rückschluss auf viele klingende Münzen zu.
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Das Keltendorf in Diex
Geförderte Druidenausbildung in Kärnten?
17. 5. 2009 - 22:00
Florian Seidl
"Keltendorf" ist der Name eines Projektes in Kärnten, dessen Verantwortliche sich an Huscarl.at gewandt haben, um sich in Zusammenarbeit mit unseren Redakteuren einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Nach der Beschreibung auf der Homepage des Betreibervereins "Das Dorf" handelt es sich um ein durch und durch fundiertes, ambitioniertes Projekt. Man beschäftigt sich unter anderem mit der Rekonstruktion von keltischen Häusern, basierend auf Vorlagen von eigenen Forschungsarbeiten und in- und ausländischen Universitäten auf dem Privatgelände von Vereins-Direktorin Eveline Grander. Wir haben uns viel Zeit genommen, um herauszufinden, inwiefern es dem Verein gelungen ist, den beabsichtigten "großen Beitrag zur Rekonstruktion und Forschung der österreichisch-keltischen Wurzeln zu leisten".
Der "Verein zur Förderung traditioneller und zukünftiger Lebensweisen" hat seinen Sitz in Wien, von wo aus er bereits seit 1997 tätig ist. Im vom Verein betriebenen Keltendorf "Putzgerhof" in Diex werden von der einfachen Übernachtung bis hin zu verschiedenen Ritualen eine Reihe von Veranstaltungsmöglichkeiten angeboten. So kann man an "keltischen Jahreskreisfesten" und weiteren Sonderveranstaltungen teilnehmen. "Keltische Tauf- oder Hochzeitsfeiern" können gebucht werden. Traditionelles wird stets betont. Selbst aufgenommene Zaubergesänge und die Mitarbeit bei der Errichtung von keltischen Häusern ergänzen das Angebot.
Einheit mit der Natur
Es soll primär um eine Einheit mit der Natur, Kraftorte und "traditionelle" Feste gehen. Bei allen Dingen nimmt Direktorin Eveline Grander eine prominente Rolle ein. Hauptberuflich ist Frau Grander schon seit 22 Jahren "Druidin". Als solche will sie herausgefunden haben, dass viele Probleme und Krankheiten der Menschen auf die Geschichte zurückgehen. Sie forscht daran, eine neue, "gesunde Gesellschaftsform" zu finden und sieht sich dabei als "Mutter des Keltenstammes". Als Druidin bietet Sie eine "Aktivierung der Selbstheilungskräfte" an.
"Unser ganz besonderes Anliegen ist es, den Menschen und der Natur zu helfen indem wir den Zauber der beseelten Natur, so wie unsere Ahnen es noch wussten, wiederbeleben und erlebbar machen", heißt es auf der Seite des "Dorfes". Sind die Vereinsziele dabei auf die wissenschaftliche Erforschung vergangener Epochen ausgerichtet? Es werde zwar geforscht, allerdings nicht mit "wissenschaftlichem Anspruch", wie Tina Tegelhofer vom Verein "Das Dorf" im Gespräch mit Huscarl-Reporter Seidl betont.
Gesellschaftsexperiment
Das Keltendorf der Druidin Grander sei gedacht als "ein Gesellschaftsexperiment, mit dem sie ihren Schülern, Gästen und Kunden eine völlig andere Art des Zusammenlebens bietet: Eine Gemeinschaft, die auf persönlicher Freiheit und Symbiose zwischen Mensch und Natur basiert. Als treibende Kraft veranstaltet sie mit dem Keltenstamm Jahreskreisfeste, bietet vielen glücklichen Paaren mit keltischen Hochzeiten eine traumhafte Liebeshochzeit stärkt und fördert Jugendliche mit Initiationsriten in ihrem Selbstbewusstsein beim Erwachsenwerden, belebt unser heimisches Brauchtum und bringt die Menschen zurück zu ihren Wurzeln und der Natur."
Das alles klingt nach schöner, verklärter Romantik. Eine Beschreibung, wie er aus einem Reiseprospekt zur Belebung des Kärntner Fremdenverkehrs stammen könnte.
Vom AMS geförderte Druidenausbildung?
Zahlreiche Mitglieder der Gemeinschaft bezeichnen sich als "Druidenschüler". Die Druidenausbildung wurde nach ihren Angaben sogar vom Arbeitsmarktservice gefördert. "Die Stellen, die uns gefördert und befürwortet haben, waren immer begeistert, das AMS hat die Druidenausbildung beispielsweise als 'Alleinstellungsmerkmal' in der Wirtschaft bezeichnet", versicherte Tina Tegelhofer vom Verein "Das Dorf". So soll das AMS einer Diplompädagogin "Seminare, Unterricht in den europäischen Wissensformen bei Eveline Grander, von November 2008 - Jänner 2009" bezahlt haben. Ein interessanter Sachverhalt, der in Zeiten der Wirtschaftskrise sicher auch viele unserer Leser interessieren würde. Deshalb fragten wir nach, unter welchen Voraussetzungen jemand in den Genuß solcher Förderungen kommen kann.
Mißverständnis in der Formulierung
Beim AMS erwies man sich dieser Fragestellung gegenüber eher verständnislos: es soll zu keiner Zeit solche Förderungen gegeben haben. Man hätte es aber öfter mit Organisationen zu tun, die sich mit dem Hinweis auf AMS-Förderungen einen Anstrich von Seriosität geben wollen. Kurz nach unserer Anfrage wurden die entsprechenden Einträge von der Homepage des Keltendorfes entfernt - angeblich durch direkte Interverntion des AMS Steiermark. Weshalb? Es hätten sich aus der Formulierung heraus Mißverständnisse ergeben. Es sei nicht das AMS, sondern die Magna Arbeitsstiftung gewesen, die in einem der Fälle Seminare aus dem Bereich der Druidenausbildung finanziert hätte. Soweit die Darstellung von Seiten des Keltendorfes. Mittlerweile deutet am Internetauftritt nichts mehr auf eine AMS-Förderung der Druidenausbildung hin, alle diesbezüglichen Aussagen wurden entfernt.
Seminarangebote für Schulen
Ein gemeinnütziger Verein, der ein derart großes Projekt zu finanzieren hat, braucht vielfältige Ideen in seiner Vermarktung. So werden unter dem Titel "Keltische Visionssuche und Initiationsritual" gezielt Schulen angesprochen, in einem mehrtägigen Seminar mit ihren Kindern "ursprüngliche gesamteuropäische Traditionen und Bräuche" zu erleben. "Nach der Visionssuche ihrer Zukunft als Mann oder Frau werden die Jugendlichen nach Prüfungen als Mann oder Frau initiiert und in der Gesellschaft der Erwachsenen willkommen geheißen." Dabei geht der keltische Mann in den Wald um zu jagen, die keltische Frau hütet Haus und Hof. Es geht um die Ehre der männlichen Jäger und deren Bewunderung durch die zuhause wartenden Frauen. Den Jugendlichen erklärt man so, wie die Gesellschaft in der "letzten europäischen Hochkultur" gewesen sei und wie das auch heute noch immer funktionieren würde.
Schulpsychologisches Empfehlungsschreiben
Auf der Homepage des Keltendorfes wies das umfassend dokumentierte Pilotprojekt aus dem Jahr 2007 ein "Empfehlungsschreiben" vom steirischen Landesreferenten für Schulpsychologie, Dr. Josef Zollneritsch, auf. Das Projekt wäre mit Hilfe einer Förderung durch das Land Steiermark finanziert worden - aus dem Ressort Bildung, Jugend, Frauen, Familie von Landesrätin Dr. Bettina Vollath. Das Steirische Landeswappen und das Logo des Landesschulrates unterstreichen die Angaben. Nach den Missverständnissen bei der vermeintlichen AMS-Förderung sind wir neugierig und fragen auch hier bei den genannten Stellen nach.
Erneute Überraschung
Beim angeblich vom Land Steiermark geförderten Schulprojekt der "Initiation" erlebten wir jedoch unsere nächste Überraschung: Bei näherer Betrachtung erwies sich die "besondere Empfehlung" des Landesschulpsychologen als ein einfacher Brief mit der Kernaussauge, dass gegen dieses Programm "nichts einzuwenden" sei. Darauf angesprochen, erklärte Dr. Zollneritsch mehrfach und mit Nachdruck, dass er sich unter anderem aufgrund der Rückmeldungen von Seminar-Teilnehmern von dem Projekt nachträglich distanzieren würde.
Landesförderung aus der Steiermark?
Von einer Förderung des Projektes, wie vom Verein angegeben, weiß man im Büro der zuständigen steirischen Landesrätin Vollath nichts. Warum sollte ein Wiener Verein, der in Kärnten tätig ist, steirische Fördergelder erhalten? Wiederholtes Nachfragen ergab: die veranstaltende steiermärkische Schule, an der zu dieser Zeit eine "Druidenschülerin" als Religionslehrerin tätig war, hat 3.000 Euro Förderungen für erlebnispädagogische Seminare erhalten. Dass das Geld zumindest zum Teil in das Kelten-Seminar geflossen ist, soll dem Land Steiermark nicht bekannt gewesen sein. Eine Förderung für Folgeprojekte wurde jedenfalls abgelehnt. Seitens des Keltendorfes vermutet man politische Gründe hinter dem Schwenk des Landes. Gender-Förderung sei unter der aktuellen Landesregierung in dieser Form nicht mehr gewünscht. Fakt ist jedoch, dass das (nicht)fördernde Ressort unverändert in der Hand der selben Landesrätin liegt.
Gender Mainstream Projekt?
Grund für die Förderungswürdigkeit wäre also das besondere Augenmerk auf "Gender Mainstreaming" gewesen. So soll sogar der Betreuer des Internetauftrittes, auch "oberster Stammeskrieger" genannt und mittlerweile ebenso Direktor des Vereines, "durch die intensive Gender-Ausbildung von Eveline" Grander ein "großes männliches Vorbild" geworden sein. Gender-Mainstreaming ist für förderungswürdige Projekte tatsächlich ein wichtiges Kriterium. Dabei geht es in der Regel um Maßnahmen zu einer realen Gleichstellung von Mann und Frau in allen gesellschaftlichen Bereichen. "Es könnte sein, dass die Betonung von Gender Mainstream bewusst auf Subventionsmöglichkeiten zielt", mutmaßte der Sektenexperte des Grazer Vereins Logo, Dr. Roman Schweidlenka, bereits im Jahr 2007 in einem Gutachten. Es hätte weder etwas mit den historischen Fakten zu den Kelten noch mit den ideologischen Inhalten des Vereins zu tun. Weshalb der Verein in den Genuß eines Gutachtens durch einen Sektenexperten gekommen ist, konnten wir bislang nicht eruieren.
Die Angelegenheit schien der Förderstelle unangenehm zu sein. "Seitens des Landes werden wir jetzt umgehend prüfen, wie wir es juridisch sauber bewerkstelligen können, bzw. welche Maßnahme wir ergreifen können, dass wir damit nicht mehr in Verbindung gebracht werden", teilte uns Klaus Ebner vom Büro der Landesrätin Vollath mit. Beim Keltendorf kann man sich das zwar nicht erklären, hat aber vorsorglich das "Empfehlungsschreiben" von Dr. Zollneritsch und die gesamte Projektdokumentation von der Homepage gelöscht.
Historische Hintergründe
Wie genau nimmt es der Verein "das Dorf" mit den historischen Hintergründen? Wissenschaftlich Haltbares findet sich auf den Seiten des Keltendorfes nicht. Die Inhalte geben populäres Halbwissen zu den Kelten wieder. Zum einen steht da die Aussage des Vereins: "Das Projekt wird einen großen Beitrag zur Rekonstruktion und Forschung der österreichisch-keltischen Wurzeln leisten und länderübergreifend die keltische Kultur darstellen." Auf der anderen Seite stehen prominente Kelten-Forschungsstellen, bei denen man davon entweder noch nie gehört hat oder um Zurückhaltung bemüht ist. Kaum ein Befragter aus der wissenschaftlichen Welt möchte mit dem Keltendorf zu tun haben oder im Zuge damit namentlich genannt werden. Auf Nachfrage erklärt man uns die Sache so: Laien müssen ihre romantischen Behauptungen nie beweisen, während Wissenschafter grobe Probleme haben, Wunschvorstellungen, wie beispielswiese eine Gleichberechtigung von Mann und Frau bei den Kelten oder die Existenz von "Druidinnen" zu belegen. Wer behauptet, muss beweisen, lautet ein Grundsatz der Wissenschaft.
Mag. Stefan Moser, wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle Dürrnberg am Halleiner Keltenmuseum ist exotische Anfragen aus dem Bereich der Mythologie und Esoterik gewohnt. Er winkt nach einer ersten Betrachtung der Bilder ab. Die dortigen Darstellungen würden nicht einmal in die Nähe des aktuellen akademischen Wissens reichen. "Das, was wir über keltische Religion wissen stammt im Wesentlichen von griechischen und römischen Autoren und lässt sich problemlos auf 10 Seiten zusammenfassen", skizziert Moser nüchtern den aktuellen Wissensstand.
Religiöse Aspekte?
Nachdem der wissenschaftliche Hintergrund fraglich ist, religiöse und gesellschaftspolitische Aspekte immer wieder betont werden und vor allem eine Einzelperson mit einer Art von Heilsversprechung im Mittelpunkt des Geschehens steht, erweiterten wir unsere Betrachtungsweise. Wir erkundigten uns bei der Bundesstelle für Sektenfragen beim Unterrichtsministerium. Hier kennt man das "Dorf", möchte die esoterisch anmutende Themenmischung aber keiner religiösen Strömung wie beispielsweise dem sogenannten Neu-Heidentum zurechnen. Dazu wäre es zu bunt und beliebig, meint Dr. German Müller. Kritisch sieht er vor allem die Angaben zur Selbstheilung: "In jedem Fall sind die Belege zu prüfen. Und wenn keine Heilung stattfindet: was sind die Ursachen? Habe ich mich zu wenig darauf eingelassen, bin ich selber schuld, muss ich mich da mehr reinschmeissen?" Dr. Müller hinterfragt, wie fair solche Angebote einer Heilung und damit Hoffnung für Schwerkranke sein können und welche Risiken oder Abhängigkeiten damit entstehen. "Wenn der Anschein erweckt wird, dass esoterisches Angebot einerseits mit wissenschaftlichen Methoden andererseits evaluiert wird, finde ich das nicht in Ordnung", fasst Dr. Müller seine prinzipielle Kritik zusammen.
Druidische Heilversprechen
Zurück zu Druidin und Vereins-Direktorin Eveline Grander. Nähere Angaben über ihre Ausbildung zur Druidin bleibt uns der Internetauftritt schuldig, an selbstbewussten Angeboten mangelt es aber nicht: Ab 539 Euro wird von Heilung gesprochen - für jedes Problem bis hin zu Gendefekten und Erbkrankheiten. Mit Ausstiegsklausel: stelle sich bereits am ersten Tag heraus, dass der Aufenthalt nichts brächte, reduziere sich der Preis auf die Nächtigungskosten. Frau Eveline Grander gibt an, eine Verwandte des bekannten aber nicht unumstrittenen Johann Grander zu sein, der nach einer "Vision von Jesus Christus" mit dem Vertrieb von sogenannten "Wasserbelebungsgeräten" einen respektablen Jahresumsatz von 13 Mio Euro erzielt. Doch wollen wir die berufliche Tätigkeit oder Verwandtschaftsverhältnisse von Frau Grander nicht mit dem Verein vermischen. Dieser bietet auf seiner Seite als Kostprobe seines Wirkensspektrums eine Anleitung zur Fernheilung an.
Ärztekammerpräsident:
Druiden gehören für mich zum Asterix
Ob dies wirklich funktioniert, wollten wir von der Kärntner Ärztekammer wissen. Dort sagte man uns, dass der Umgang mit dem, was landläufig als "krank" bezeichnet wird, in Österreich bestimmten Berufsgruppen vorbehalten ist. Ärztekammer-Präsident Dr. Othmar Haas zeigte für die vom Verein und Frau Grander angebotenen (Selbst)Heilpraktiken wenig Verständnis. Wörtlich meinte er dazu: "Druiden gehören für mich zum Asterix," und kündigte die Prüfung der Rechtslage an.
Positive Erwartungshaltung enttäuscht
Fazit: Die Erwartungshaltung der Redaktion, ein belebtes Keltendorf vorzufinden, das - wie versprochen - historische Forschung betreibt, wurde enttäuscht. Vielmehr entfaltete sich vor unseren Augen ein ganzes Netz an Behauptungen, die für den Betreiberverein oder dessen Direktorin zwar wirtschaftlich nützlich erscheinen, inhaltlich aber in keinem der hinterfragten Bereiche haltbar waren. Der Verein ist in der Reenactment-Szene bislang nicht durch historische Darstellung aufgefallen, war aber ab und zu mit selbstverfassten Liedern bei Mittelaltermärkten zu hören. Mit "Kelten" hat das Dargebotene bestenfalls am Rande zu tun. Doch niemand möchte den Aktivisten die romantische Vorstellung einer Keltenwelt verwehren, die es in dieser Form wahrscheinlich nie gegeben hat.
Wirtschaftliche Interessen?
Die Frage der Wunderheilung hat mit der Zeit der Kelten höchstwahrscheinlich ebenso wenig zu tun wie das gesellschaftliche Experiment, nach vermeintlichen keltischen Weltbildern zu leben. Schon die Wahl des Standortes in der malerischen Ortschaft mit den meisten Sonnentagen Kärntens lässt mehr auf finanzielle Interessen schließen, als auf "keltische" Hintergründe. Unterstrichen wird diese Theorie durch die saftige Bepreisung der von der Druidin oder dem Verein angebotenen Dienstleistungen. So kostet das beschriebene "Keltische Initiationsritual" beispielsweise 170 Euro pro teilnehmendem Schüler. Es entsteht der Eindruck, dass das Deckmäntelchen der "Kelten" über eine beliebige Sammlung von sogenannten Traditionen und Ritualen gestülpt wurde, die sich einem unkritischen Publikum aber genausogut als indianischer Schamanismus verkaufen ließen. Einen Beleg für ein primär wirtschaftliches Interesse glauben wir auch darin gefunden zu haben, dass bis zum Beginn der Recherchen "irrtümlicherweise" etliche staatliche Förderungsstellen als Unterstützer angegeben wurden - Dinge, mit denen man gewöhnlich die Seriosität eines Angebotes unterstreicht um Neukunden zu überzeugen.
Falsche Adresse für historisch Interessierte
Wer sich auf einer alternativ-esoterischer Sinnsuche befindet, ist im Keltendorf Diex möglicherweise gut aufgehoben. Historisch Interessierte sind nach unseren Erkenntnissen dort aber eher an der falschen Adresse.
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Ein wirklich sehr guter Artikel.
Informativ, sachlich und gut recherchiert.
2. Kommentar von Arch am 19.05.2009 um 15:34
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Sehr schön!
Ein sehr guter Artikel, der endlich mal zeigt was für ein Schund mit Kelten, Neopaganismus und Eso-Hokuspokus getrieben wird! Und das in der heutigen Zeit. Der gute Kant würde sich im Grabe umdrehen!!!
Kopfschüttel...
Ich bekomme schon wieder erhöten Blutdruck....
Ich finde es furchtbar das es erlaubt ist das diese Spinner sich den Tietel Kelten an die Fahne heften und damit schindluder betreiben.
Danke jedenfalls für diesen Artikel der die fragwürdigkeit dieser einrichtung und der sogenannten Druidin aufzeigt.
4. Kommentar von Celefindel am 19.05.2009 um 19:26
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Einfach abartig...
Ich habe vor Monaten einen Ausschrieb hängen sehen. Jeder Kelte dreht sich im Grab um. Vor allem, dass es Leuten erlaubt ist, mit so was Falschem Geld zu verdienen. Aber es ist kein Wunder, dass die Leute sowas glauben: gute Literatur ist nicht bei Libro und Co. erhältlich und nicht leistbar für Situationskäufer... :(
Einfach nur eine Schande... was die Germanen vor 50 Jahren sind die Kelten heute. Wer kommt als nächstes dran?
5. Kommentar von Teutone am 19.05.2009 um 22:02
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Hmmm...
Man könnte ja den Rottenberg hinschicken, vielleicht schreibt er ja eine gute und fundiert recherchierte Geschichte über das Dorf ; )
Mir fehlt Mickey Mouse mit stylisher Kriegsbemalung und Popeye in einer Lorica Segmentata dann wärs perfekt, eventuell könnte man noch indianischen Schamanissmus mit einbinden und zum drüberstreuen dürfen sich Eso-Fuzzies (eigentlich Lichtwesen vom Planeten Alderaan) als Seminarleiter verwirklichen ; )
6. Kommentar von phytha am 20.05.2009 um 00:33
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Kenne die Frau
sie war früher mal Scientologin und hat später eine Art "Druidenausbildung" bei einem Raborneschüler gemacht, dort habe ich sie getroffen.( viel Met und Rituale aus allen möglichen Kulturkreisen, bis hin zu "altägyptisch"). Ich habe mich von dem Ganzen distanziert, als sie auch dort versucht hat Scientologiemethoden hineinzubringen.
7. Kommentar von Teutone am 20.05.2009 um 10:17
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Scientology?
JAAAA, Tom Cruise als keltischer Stammesfürst, das wär doch mal was, hr hr hr
Mann oder Frau?
"...werden die Jugendlichen nach Prüfungen als Mann oder Frau initiiert und in der Gesellschaft der Erwachsenen willkommen geheißen."
Es wird also dort entschieden, ob man Mann oder Frau ist? Hmm... kann auch ins Auge gehen... :D
Danke für den Artikel, wirklich gut geschrieben!
Es steht zwar jedem frei, welche esoterische Weltanschauung man hat, aber dann sollte man nicht so eine Abzocke damit betreiben und Dinge als Tatsachen hinstellen, die sie ganz offensichtlich nicht sind.
9. Kommentar von Bernhard am 22.05.2009 um 00:01
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Zum Bildnis einer Keltin in authetischer Tracht
Mein Name ist Bernhard und ich mache seit 4 Jahren die Druidenausbildung bei Eveline Grander. Des Weiteren bin ich Student an der TU Graz.
Kommentar:
Fr. Grander hat sich eine solche Haube selbst gemacht hat und die „historische Basis“ dazu ist eben dieses Bild.
10. Kommentar von Bernhard am 22.05.2009 um 00:11
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Zum „keltischen Initiationsritual“
Die Unterstellung von wirtschaftlichem Interesse relativiert sich in Anbetracht dessen was geboten wurde: der Aufenthalt dauerte 2 Tage inklusive Nächtigung und Essen und ca. 10h Programm pro Tag durchgeführt von 5 Personen, die davon bezahlt werden sollen.
11. Kommentar von Bernhard am 22.05.2009 um 00:12
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Befragung der Ärztekammer
Es ist hinfällig sich bei der Ärztekammer zu erkundigen, ob es andere Heilmethoden außer den medizinisch anerkannten gibt. Genauso gut könnte man einen Inquisitor nach der Beliebtheit der Heiden beim Volk befragen.
Kein "seriös und gut recherchierter" Bericht
So viel Blödsinn und Lügen über Eveline und den Verein hab ich ja noch nie auf einem Haufen gelesen. Von „sauber recherchiert“ ist das ungefähr so weit entfernt, wie die Indianer von den Kelten – dass die was miteinander zu tun gehabt hätten kenn ich nur aus Asterix. ;)
Wie sachlich ist ein Bericht wirklich, in dem nichts Konkretes darüber berichtet wird, was dieser Verein und Eveline machen, hauptsächlich Leute zitiert werden, die uns überhaupt nicht kennen und nichts mit uns zu tun haben und rufschädigende Mutmaßungen in den Raum gestellt werden, die nicht stimmen? Und warum verkauft Huscarl das den Lesern so betont als „kritisch, sachlich, objektiv und wissenschaftlich“? Etwa um dem Ganzen einen „Anstrich von Seriosität“ zu verleihen? Könnte es sein, dass die Betonung von Wissenschaft bewusst darauf abzielt, dass die Leser kritiklos hinnehmen, was Huscarl schreibt? Vielleicht sollte man dazu auch mal den Sektenbeauftragten befragen. ;)
Das hier ist jedenfalls kein Bericht, sondern sieht nach einem Verleumdungs-Feldzug der „professionellen Elitekrieger“ Huscarl aus.
Ich bin seit 7 Jahren begeisterte Schülerin und Kundin bei Eveline und Mitglied beim Verein, beides kann ich zum Beispiel für mein Germanistikstudium super nutzen. Sie hat mir geholfen, überhaupt erst endlich das zu mir passende Studium zu finden und auch dabei zu bleiben, nachdem ich etliche abgebrochene Ausbildungen hinter mir hatte. Eveline kenn ich sehr gut, sie ist eine liebe Freundin und hat mich schon oft unterstützt, weit über das hinaus, was ihre Erfüllungspflicht für den bezahlten Unterricht ist … mit Extra-Beratungen und sogar bei Wohnung- und Jobsuche. Ich kenne sie als super Lehrerin, bei der ich viel gelernt habe, lustigen und ehrlichen Menschen mit aufrichtigen Idealen, die eine Menge drauf hat, sich für die Menschen und die Natur einsetzt und immer gern ihr Geld und ihren Besitz geteilt hat. Dem Verein stellt sie ihr Haus und ihr Grundstück zur Verfügung, hat ihre Visionen in den ideellen Vereinszielen festgelegt und seit der Gründung viele Stunden ehrenamtliche Arbeit, Zeit, Herzblut und Geld da rein gesteckt – unter anderem mit dem Ziel, Dienstleistungen wie z.B. Hochzeiten anzubieten, die Menschen glücklich machen und damit Arbeitsplätze zu schaffen, von denen die Vereinsmitglieder hauptberuflich leben können. Ich hab selbst 2007 im Keltendorf geheiratet, und es war die schönster Bilderbuchhochzeit, wie ich sie mir romantischer nicht hätte vorstellen können.
Vorwurf der Abzocke ist lächerlich
Sie selbst hat mit dem Verein noch keinen Groschen verdient und wollte das auch nie. Im Gegenteil hat sie neben vielen Ausgaben und Aufwand oft auch ziemliche Enttäuschungen davon gehabt. Ich kenn als Vereinsmitglied die Kosten und Rechnungen: Bau von Keltenhäusern, die vielen Tiere, Anbau verschiedener Pflanzen, das große Gelände, ein Haus mit Gästezimmern und Sauna (in dem Eveline mit ihrem Mann nur ein Zimmer hat und den Rest auf ihre Kosten für die Gäste und Vereinsmitglieder ausgebaut und renoviert hat), Versorgung der Mithelfer mit Wohnen und Essen, das ganze Equipment, üppige Festgelage bei den Veranstaltungen usw. Weil es im „Bericht“ als vermeintliches Beweis-Beispiel für unser „primär wirtschaftliches Interesse“ angeführt ist, will ich den Preis für die Initiation mal erklären: In den 170€ pro Jugendlichem sind 2,5 Tage Initiation inklusive Essen und Trinken so viel die Kinder wollen, Wohnen im iro-schottischen Rundhaus, intensives Programm und Betreuung durch 6 Mitarbeiter (7€ Stundenlohn), Musik und Equipment komplett drin. Eine noch genauere Aufschlüsselung für keltische Hochzeiten: http://www.keltendorf.at/Teutates/index.php/dorftermine/79 Die Einnahmen werden für die hohen Erhaltungskosten und den Weiterbau verwendet. Da das bisher nicht mal reicht, um besagte hohe Erhaltungskosten zu decken hat Eveline den Großteil des Vereins mit ihrem Geld finanziert, für das sie wie jeder andere viel arbeiten muss.
Leider fehlen genau zu dieser Arbeit in diesem „Bericht“ viele Fakten und grundlegende Informationen, wohl damit es so aussieht, als würde sie die Leute abzocken ohne etwas zu leisten. Ihr stellt es so dar, als sei Druidin irgendein Titel, dabei ist das ihr Beruf, den sie seit 11 Jahren selbständig als Unterrichtende in den europäischen Wissensformen ausübt. Sie ist Dienstleisterin. Der Unterricht zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte dauert im Durchschnitt 3 Tage, an denen sie von früh bis spät intensiv mit den Leuten arbeitet, insgesamt sicher zwischen 40-50 Stunden. Da bleibt ein Brutto-Stundenlohn von ungefähr 10 € bei 504 € für den Selbstheilungsunterricht. Und das soll ein „saftiger Preis“ sein? Was bleibt denn da übrig für den angeblichen großen Reichtum?
...
Ein Seminar Druidenausbildung kostet 210 € und das sind 2,5 Tage Seminar inklusive Wohnen und Essen, den ganzen Unterrichtsmaterialien, einer großen Bibliothek, zwei Computern, Internet, hin und wieder Sauna und das alles in einer einfach paradiesischen Umgebung. Den Unterricht gestaltet Eveline lustig, abwechslungsreich und persönlich, und auch da sitzen wir oft bis 3 in der Früh, weils so spannend ist – was wieder durchschnittlich 40 Stunden Arbeit für Eveline bedeutet. Der Preis ist im Vergleich am Markt mehr als günstig, und Eveline übererfüllt ihren Job als Unterrichtende. Sie nimmt sich auch außerhalb der Seminare immer Zeit für ihre Schüler und hat uns allen schon etliche Stunden unbezahlten Zusatzunterricht gegeben.
Keine Heilsversprechen
Sie macht auch keine „Heilsversprechen“. Sie sagt jedem schon bei der Terminvereinbarung, dass er und sie erst mal sehen müssen, ob es ihm was bringt. Das Angebot, dass man nichts zahlen muss außer die Übernachtung und Essen, wenn es keinen Erfolg gibt, ist sehr fair, vor allem weil das meist schon am ersten Tag klar ist. So verbringen die Leute schlimmstenfalls einen oder zwei erholsame Tage im schönen Keltendorf. Ihr wollt sie erst als unseriös hinstellen, weil sie ehrlich sagt, dass sie nichts verspricht und man schon am ersten Tag merkt, ob der Unterricht überhaupt was bringt, und dann behauptet und „kritisiert“ ihr, sie mache Heilsversprechen? Solche Methoden, in denen man so oder so verdächtig ist, egal was man sagt, erinnern stark an die mittelalterliche Inquisition. Im Mittelalter waren solche Denunziation ausreichend – aber in unserer modernen Zeit? Da dürfen die Menschen zum Glück selbst denken und „kritisch hinterfragen“. Dafür dann fairerweise aber bitte bei beiden Seiten und mit wirklich relevanten Fragestellungen. Jeder Leser ist herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden und selbst mehr über Eveline und den Verein heraus zu finden. :)
Ich hab schon oft erlebt, wie die Leute unglücklich und mit Problemen zu Eveline gekommen und nach dem Unterricht wieder strahlend und motiviert heimgefahren sind. Sie haben sich besser gefühlt, und das war auch immer deutlich sichtbar. Weil die Methode, die Eveline zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte entwickelt hat, über die persönliche Geschichte des Menschen geht, kann das nur funktionieren, wenn derjenige mitmacht und selbst das Aha-Erlebnis hat, das seine eigenen Heilkräfte aktiviert. Dazu verhilft Eveline den Leuten durch Fragen, sie berührt die Leute nicht, niemand muss irgendwelche Mittelchen schlucken – außer denen, die die Ärzte ihm verschrieben haben, Eveline besteht nämlich auf die Fortführung medizinischer Therapien. Gerade dadurch sind die Leute dann sehr unabhängig, weil es um ihre eigene Lebensgeschichte geht, sie selbst drauf kommen und sich die Lösung ihr Leben lang merken und sich damit selbst helfen können. Warum also sollte die Ärztekammer so ein Unterricht überhaupt interessieren? Und wieso muss man bei Medizinern über etwas „recherchieren“, was mit Medizin gar nichts zu tun hat, sondern eine komplett selbst entwickelte Methode und Unterricht ist?
"Recherche" bei Ämtern, Kammern und Sektenberatungsstellen
Die ganzen Ämter und Ärztekammer haben sich die Frage, ob es da irgendwas wegen der „rechtlichen Lage zu prüfen“ gäbe, übrigens nicht gestellt, bevor ihr bei ihnen „recherchiert“ habt. Wir haben die Mails mit der Bitte sie namentlich nicht mehr auf unserer Webseite zu erwähnen erst bekommen, nachdem Huscarl zwecks „Recherche“ bei ihnen angerufen hat. Den zeitlichen Ablauf sieht man an den Mails, die wir noch haben. Herr Machl hat uns gesagt, dass er „keine Schlammschlacht“ will – was ist dann dieser „Bericht“ und die gesamte „gründliche Recherche“, bei der nur nach Gründen und Beweisen gesucht wird, wo wir angeblich Leute abzocken, Ämter belügen oder eine fragwürdige Sekte wären?
Ihr besteht weiterhin darauf, dass der Verein Fördergelder bekommen (und veruntreut, so zwischen den Zeilen) hätte – obwohl wir euch mehr als nur einmal erklärt haben, dass die Förderung die Schule bekommen hat, für ein Schulprojekt, bei dem ein Teil 2,5 Tage Initiation im Keltendorf war – und für diese Dienstleistung, die wir mit viel Freude und großem Aufwand geleistet haben, ist der Verein von der Schule bezahlt worden. Das komplette Schulprojekt wurde detailgenau zur Förderung beantragt, und das Amt hat das Ganze auch ein halbes Jahr lang genau geprüft.
Die Druidenausbildung wurde Privatpersonen von den Stellen bezahlt, nicht dem Verein und nicht Eveline Grander.
Wer mehr Klarheit haben und sich eine eigene Meinung bilden möchte, kann sich gerne bei uns melden und den Schriftverkehr haben, in dem wir die falschen Behauptungen und „Rückschlüsse“ aus Herrn Seidls „Recherchen“ noch vor Erscheinen dieses Artikels richtig gestellt haben – alles belegbar. Alles Dinge, die in diesem „Bericht“ leider trotzdem komplett weggelassen wurden. Damit wird ein sehr einseitiges Bild gezeichnet. Aber wenn man jemanden als betrügerisch und raffgierig hinstellen will, sind Belege für das Gegenteil dann überhaupt erwünscht? Es werden ja nicht mal nur unsere Aussagen nicht angenommen, sondern auch die der Stellen, bei denen „kritisch hinterfragt“ wurde. Oder warum muss man die alberne Frage, ob wir eine Sekte sind, noch ausführlich erörtern, wo Dr. Müller doch eh gesagt hat, dass wir keine sind?
...
Wenn jemand es schafft, unsere Ausgaben und Einnahmen so zu rechnen, dass da nach allen Ausgaben und weiterem Investment noch ein Batzen Geld übrig bleibt, an dem wir uns bereichern können, soll er sich bitte bei uns melden, den stellen wir sofort ein. ;)
Im Mittelpunkt des Vereinsgeschehens steht die „Einzelperson“ Eveline klarerweise ganz einfach deshalb, weil sie den Verein und das ganze Keltendorf von der Idee auf aufgebaut hat, ohne sie gäbe es das alles nicht. Dafür, dass sie das ganze Keltendorf so hingestellt hat und echt wunderschöne Veranstaltungen entwickelt hat, die alle durchaus romantisch sind – und wie! – bin ich ihr sehr dankbar. Damit haben sie und der Verein mich selbst und schon viele andere Leute glücklich gemacht. Und das ists worum es bei uns geht. Daraus einen Beruf zu machen, dass man Menschen hilft und sich nachhaltig für die Natur einsetzt, find ich persönlich nicht zweifelhaft, sondern total gut und ehrenhaft. Eigentlich kann man sich daran wirklich ein Beispiel nehmen, und es wäre schön, wenn mehrere Menschen das zum Ziel hätten – statt jemanden, der das bereits erfolgreich macht, unhinterfragt durch den Dreck zu ziehen.
Der Verein ist keine Konkurrenz für die Reenactment-, Pagan- oder Wissenschaftsszene, weil wir etwas völlig anderes machen und grade Eveline, die hier so mies hingestellt wird, andere immer für das bewundert, was sie machen und jedem seinen Erfolg gönnt, sogar jeden weiterempfiehlt, der was Klasses macht.
Gerade wenn man sich über die unfaire und uninformierte Kolumne über LARP im Standard ( http://www.huscarl.at/fantasyundvermischtes04.php) beschwert, wäre es vielleicht doch ganz fair, auch diesen Bericht und die vorschnelle Verurteilung vom „Keltendorf und der Druidin“ genauer zu überdenken.
Glückwunsch zur Recherche:
Was super recherchiert ist, ist die Keltin in "authentischer Tracht". Gratuliere! Ihr habt herausgefunden, wo Eveline die Vorlage für ihre norische Tracht her hat. ;) http://www.druidin.at/pics_fo/bildmi.jpg Die Dame ist im Original übrigens sehr beeindruckend, ich war mit Eveline und ihrem Mann vor 2
Jahren bei der Kirche in Lendorf, wo sie eingemauert ist.
Zum "Druidische Heilversprechen" und Befragung der Ärztekammer
Ich bin Medizinstudentin in Graz, Mutter von meinem 5jährigen Sohn und seit 7 Jahre in der Druidenausbildung bei Eveline Grander.
Als Druidenschülerin habe ich in ihrem Unterricht über die Aktivierung der Selbstheilungskräfte nach der Grander Methode, die sie selbst entwickelt hat, gelernt und selbst am eigenen Körper erfahren, was mir und meinem Kind Erfolg im Leben gebracht hat.
Ich war auch dabei, wie sie vielen anderen Menschen die zu ihr mit einem Problem – sei es körperlich oder psychisch- gekommen sind und mit der Grander Methode Erfolg gebracht hat.
Ich weiß dass es Eveline Grander immer wichtig ist, dass die Menschen, denen sie die Selbstheilungskräfte unterrichtete, vorher und nachdem sie bei ihr waren, zum Arzt gehen um den Erfolg medizinisch überprüfen zu lassen.
Links: www.druidin.at
Selbstverständlich...
... freuen wir uns sehr, dass unser Kommentarsystem auch bei den Gläubigen bzw. Mitgliedern des Keltendorfes so großen Anklang findet. Interessanterweise meldeten sich nach Erscheinen des Artikels einige Personen bei uns, die der Ansicht waren, dass das Keltendorf beileibe nicht so harmlos wäre, wie wir es in unserem Artikel geschildert hätten. Insbesondere die angebliche langjährige Verbindung von Frau Grander zu Scientology wurde mehrmals thematisiert. Dementsprechend - wir geben hier ungeprüft nur diese Informationen unserer Leser wieder, ohne sie zu bewerten - würde Frau Grander ihre Jünger bzw. Vereinsmitglieder mit den bewährten und wirkungsvollen Methoden von Scientology behandeln. Dabei wären die Techniken ident, hätten aber einen anderen, "keltischeren", Namen erhalten. Ob Frau Grander dazu eine Erlaubnis oder einen Auftrag von Scientology hat, ist uns zur Zeit noch nicht bekannt. Angesichts der sehr vernünftigen Trennung von Kirche und Staat in Österreich wäre es natürlich doppelt befremdlich, wenn öffentliche Gelder zur Förderung von "Religionsarbeit" dieser Art verwendet werden.
Eine blöde Frage:
Was hat das alles mit der Kritik zu tun, dass es sich bei dem Keltendorf zwar durchaus um ein Dorf handeln mag, dieses aber nichts mit den Kelten zu tun hat?
Die in diesem Artikel als Tatsachen verkauften Punkte sind in der Tat gut recherchiert, und wurden bislang auch nicht bestritten. Alle weiteren Kritiken wurden entweder als Fragen formuliert oder als Mutmaßungen gekennzeichnet. Das ist durchaus mit den Lehren des Journalismus zu vereinbaren, in der heutigen Zeit sogar eher als vorbildlich zu bezeichnen.
Dass manche Kommentare am Inhalt des Artikels vorbei gegen den Verein wettern, und das durchaus auch auf ignorante Weise, ist traurig und unnötig, hat ja aber nichts mit dem Artikel und der Recherche zu tun.
Und zum Abschluß noch eine Bitte: huscarl.at hat diesen Bericht hoffentlich deshalb gebracht, weil das Kelten-Reenactment Bestandteil der Mittelalterszene ist und somit ein Keltendorf für einige Leser durchaus von Interesse hätte sein können. Dass Diex nichts mit Reenactment zu tun hat, ist nun hoffentlcih klar und unbestritten. Und darauf sollte sich der Kontakt des Magazins mit dem Verein auch beschränken.
Tatsache ist aber auch...
...dass der Verein nach außen hin den Anschein erwecken will, sich intensiv mit den historischen Kelten auseinanderzusetzen und dass darauf ihre esoterischen und sozialexperimentellen Praktiken beruhen, und Tatsache ist auch, dass damit mehrere Menschen offensichtlich zumindest einen gewissen Teil ihres Lebensunterhaltes verdienen.
Während es prinzipiell niemandem zu verwehren ist, wenn er oder sie sich mit einer alternativen Lebensführung beschäftigt und esoterische Interessen verfolgt und daran auch etwas verdient, so muss doch darauf hingewiesen werden, mit welchen "Werbetricks" gearbeitet wird.
Wenn zu diesem Werbeschmäh, dass die ganze Sache irgendetwas mit der historischen Realität zu tun habe, noch eine Vielzahl anderer im obigen Artikel erwähnter Schmähs kommen (angebliche Empfehlungen und Unterstützungen diverser öffentlicher Stellen etc.), die letztendlich einfach nur der Kundengewinnung dienen sollen, aber in höchstem Grade unseriös sind, dann sehe ich das durchaus als Aufgabe huscarl-at.s, diese bekannt zu machen.
23. Kommentar von MarkusT am 22.05.2009 um 10:57
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Sauber recherchiert – Hämorrhoiden tun gar nicht weh
Ich bin der Markus und schon seit 6 Jahren Schüler bei Eveline und außerdem Vereinsmitglied im Verein „Das Dorf“. Nach lesen dieses Artikels frage ich mich wie es kommt, dass selbst erannte Leibwächter aus Skandinavien es sich anmaßen Tatsachen zu verdrehen und Halbwahrheiten zu verbreiten. Was machen die da mit ihren Lesern?
Des weiteren hab ich mich auch gefragt warum bitte die Unterrichtstätigkeit von Eveline mit dem Verein zusammen vorgestellt wird. Das sind ja sogar „buchhalttärisch“ zwei verschiedene Sachen. Oje, oje und sie wollen ihren Lesern weiß machen sauber recherchiert zu haben?
Um diverse Anschuldigungen klarzustellen- ich bekam selbst im Rahmen einer Stiftung von Magna ein halbes Jahr den Unterricht bei Eveline bezahlt von der Wirtschaftsoffensive. Das AMS zahlte einen Teil meines Stiftungsaufenthaltes, was ihnen ja bereits mehrfach vorab geschrieben und gesagt wurde, und auch belegbar ist.
In dem halben Jahr Unterricht habe ich bei Eveline angefangen bei Geschichte, selbständige Forschung und Auswertung, über Kundengespräch, Selbstheilungstechniken, Bau von historischen Bauwerken, bis hin zu Mitarbeiterführung, Organisation und Durchführung von Veranstaltung gelernt. Was vor allem in Zeiten der Wirtschaftskrise ein interessanter Sachverhalt ist, wie sie berichten. Warum erzählen Sie noch mal nur die Hälfte Ihren Lesern? Aja sie sind ja objektiv :)
Bei einer Vorgabe von 32 Wochenstunden haben wir beide, ich und Eveline, mit rund 50 Wochenstunden das Ziel weit übererfüllt.
Genau sie berichten ja über den Verein. Allerdings sollten sie ihren Lesern auch sagen wie sie dabei vorgegangen sind und was sie alles weggelassen haben. Wer beispielsweise den Verein zu einem Großteil aus seinem Privatkapital zum Beispiel finanziert hat, wer die meiste ehrenamtliche Arbeit geleistet hat, ja das war Eveline…und dann fragen sie sich warum Eveline im Mittelpunkt steht? Häh?
Wo ist hier bitte sauber recherchiert worden? Als Leser muss ich mich da Fragen ging es Huscarl-Online überhaupt um Objektivität? Wo ist da die ehrhaftigkeit der Hauskarls? Erfüllen diese überhaupt die Anforderungen derer, dessen Namen sie sich an die Brust geheftet haben? Und will die Leserschaft das wirklich hinnehmen ohne etwas zu überprüfen?
Wer sich jetzt gerne ein eigenes Bild machen möchte und im Gegensatz zu Hr. Machl oder Hr. Seidl die Realität ohne Neid betrachten möchte, ist herzlich bei uns willkommen :)
Mein letzter Kommentar hierzu:
Es gibt endlich einen sachlichen Widerspruch, nämlich die Förderung durch das AMS. Hier ist die Möglichkeit, die journalistische Sorgfaltspflicht zu überprüfen.
Und jetzt noch eine Frage in eigener Sache: huscarl.at hat die Aufgabe, die Interna und das öffentliche Auftreten einer Lebensschule zu bewerten? Ist das ernst gemeint?
25. Kommentar von Oli am 22.05.2009 um 11:32
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XENU schau oba
Wow, die ideologische Einschulung dort scheint wirklich top zu funktionieren. Heute fliegen die Pro-Keltendorf-Kampfposter wieder tief und in großen Schwärmen. Norischer Hut ab vor der Mobilisierungsfähigkeit. Aber das wars dann schon.
26. Kommentar von Gloria am 22.05.2009 um 12:37
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Hab jetzt ca 12 Kommentare gelesen..
..in denen es darum ging, dass Fr. Grander ein lieber Mensch ist und eh nix daran verdient und wie böse und schlecht recherchiert der Artikel ist. Viele Worte, viel Empörung, wenig Inhalt.
Ob Fr. Grander ein lieber Mensch ist oder nicht, stand nie zur Diskussion, interessiert auch in dem Zusammenhang nicht. Dass es Leute gibt, die die Lehren in dem Dorf gut finden und eine persönliche Bereicherung daraus ziehen, wurde auch nicht bestritten.
Der Artikel ist eine sachliche Recherche, in wie weit da "Kelte" drin ist, wo "Kelte" drauf steht. Auch im normalen Handel muss die Füllmenge mit dem tatsächlichen Inhalt übereinstimmen.
27. Kommentar von Teutone am 23.05.2009 um 07:48
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Nix verdienen?
Das stellt sich mir doch eine Frage, da in meinem Familienkreis ein aktueller Fall vorhanden ist, in welchem eine Familienmitglied auf New Age und Eso-Firlefanz reingefallen und nicht unbeträchtlichen finanziellen Schaden davongetragen hat:
Wenn besagte Dame mit dem Ganzen nix verdient und das alles nur aus Nächstenliebe macht, wie erhält sich denn dann das ganze Anwesen und wovon lebt denn dann die Dame?
Selbstfindungs-, Führungs-, Lebensseminare usw. soll machen wer will, Jünger werden sich immer finden, aber bitte dann nicht unter dem Deckmäntelchen der Geschichtsforschung oder des Keltentums, denn mit Fingerfarben aufgemalte keltische Symbole auf nacktem Oberkörper und schamanistischer Hunki-Munki machen ein Projekt noch nicht geschichtlich oder kulturell wertvoll.
Wenn sowas dann auch noch vom Staat gefördert wird, dann hört sich der Spass auf...
AMS-Förderung
Am 20.3. lesen wir auf der Homepage www.keltendorf.at über Herrn Markus Tegelhofer: "Seit September 2008 wird dem gelernten KfZ-Techniker die Druidenausbildung im Rahmen der Bildungsstiftung seiner ehemaligen Firma Magna vom AMS bezahlt."
Am, 22.3. beauskunftet uns das AMS Steiermark: "Die Angaben auf der betreffenden Homepage sind nicht richtig. Eine Ausbildung zum Druiden wurde seitens des AMS abgelehnt."
Zwischen 8.4. und 10.4. werden die Verweise auf AMS-Förderungen der Druidenausbildung schrittweise von der Homepage www.keltendorf.at entfernt.
Die alte Version der Homepage wurde - nicht nur von uns - selbstverständlich archiviert.
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Recht aufschlussreich ist auch der von uns recherchierte Stand des Internetauftrittes von 2004. Eine Entwicklung in Richtung "Kelten" hat erst schrittweise stattgefunden. Eine ständige Adaption, möglicherweise im Zuge des Strebens nach Fördermitteln, kann nachgewiesen werden. So war die Ausrichtung vor 5 Jahren noch wie folgt:
"Unser ganz besonderes Anliegen ist es, den Zauber der belebten und beseelten Natur, der Naturgeister, Feen und Elfen, so wie sie unsere "Ahnen" insbesondere die Kelten noch verstanden, für den heutigen Menschen wieder erlebbar zu machen."
Als gesichertes Faktum kann gelten, dass die Gesamtheit des im "Keltendorf" Angebotenen mit "Kelten", wie wir sie aus der Geschichtswissenschaft von zahlreichen seriösen Forschungsstellen kennen, nichts zu tun hat. Im Dorf wird esoterisch verklärte Fantasy angeboten. Es ist eine langjährige, enge Bindung der Mitglieder an die Führungsperson Grander festzustellen, die Kosten der nie endenden "Keltenausbildung" werden pro Person und Jahr in der Gegend von 3.000 Euro kolportiert (nicht überprüft, aber in etwa so hoch wie die im Internet abrufbaren Angebote des Dorfes).
29. Kommentar von Doommaker am 23.05.2009 um 11:06
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Die Diskussion ist echt witzig
v.a. die Äußerungen über die ach so romantischen Rituale.
Bitte um 3 Beispiele von durchgeführten Ritualen und dazu zu jedem eine Originalquelle.
30. Kommentar von Griessu am 24.05.2009 um 12:44
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Du bist fies Doom.
Ich denke da dürften sie sich schwer tun, denn ich glaube nicht das ein Römischer oder Griechischer Gelehrter das Glück hatte ein Ritual beizuwohnen oder wenn er es konnte stellt sich mir die Frage ob er es dann auch überlebt hatt.
Fakt ist, aufgrund dessen das eigenlich fast alles was wir über die Kelten wissen von Griechen und Römern aufgeschrieben wurde und selbst die werden einiges falsch interpretiert haben und daher auch falsch aufgeschrieben haben.
Genaugenommen kann man sich ja selber bereits fragen ob von den 100% des momentanen Wissens über die Kelten auch alle 100% stimmen.
Wir können es zumindest momentan noch nicht überprüfen.
Daher bin auch so begeistert über dieses Keltendorf wie sie es dennoch schaffen Historisch korrekt zu sein. Haben die eine Informationsquelle gefunden von der noch niemand auser dieser Truppe weis???
In meiner Verwantschaft gab es jemanden der dieser Truppe auf dem Leim gegangen ist, es hies immer die Heilung zeigt erfolg, genau genommen hat sie garnichts gebracht bis auf eine lehre Geldbörse. Daher ratte ich jeden von solchen unkoscheren Heilmetoden ab.
31. Kommentar von Mimin am 24.05.2009 um 22:50
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Ob die nett ist und nix damit verdient ist doch wurscht...
...Fakt ist doch, dass die Frau esoterischen Schaß noch und nöcher verbreitet und dafür sogar noch Geld nimmt.
Ich hab diesen Artikel mal an meine Kollegen von der Keltologie Wien weitergeschickt und so wie es aussieht wird da ein wenig Aufklärungsarbeit beim AMS und bei den zuständigen politischen Institutionen betrieben werden. Es kann ja nicht sein, dass für die Unis und Schulen immer wieder die Budgets gekürzt werden und für so einen Blödsinn Geld da ist.
Man kann es drehen wie man will, das was die Frau erzählt ist nun einfach ein Blödsinn und romantische Keltenfantasy (und sogar eine schlechte) und es darf nicht sein, dass man mit der Dummheit der Leute die auf diesen Dreck reinfallen Geld verdient wird bzw. auch noch staatlich gefördert wird...
Vereinsregisterauszug
Auffällig ist jedenfalls, dass auf der HP des Dorfes Vereinsstatuten und Vereinsrepräsentanten angeführt werden, diese auf der HP des Innenministeriums nicht auffindbar sind (oder der Verein "nicht öffentlich" registriert ist):
Vereinsregisterauszug zum Stichtag 02.06.2009
Anfrage Daten
ZVR-Zahl Nicht in den Anfragedaten enthalten.
Vereinsname "Das Dorf" - Verein zur Förderung traditioneller und zukünftiger Lebensweisen.
Vereinssitz Wien
Hinweise
Es liegen über den gesuchten Verein keine Daten für eine Vereinsregisterauskunft
vor.
Aussteller BUNDESMINISTERIUM F.INNERES ABT.IV/2 IT-MS
Tagesdatum Uhrzeit Dienstag 02.Juni 2009 13:45:56
Seite 1 von 1
Es ist auf der HP ausserdem keine ZVR-Zahl veröffentlicht (wie es sich für einen österreichischen Verein gehören würde).
Im Titel des Vereines wird stattdessen das bundesdeutsche Kürzel e.V. (eingetragener Verein) geführt.
Dies ist meines Wissens mit dem angebenen Vereinssitz "Wien" nicht möglich, da ein deutsches Gericht (in D sind die Gerichte für die Registrierung zuständig) diesen Sitz nicht akzeptieren würde.
Vereinsregister
Servus lieber Edgar,
dieses Faktum ist uns schon ziemlich früh aufgefallen, wir hielten es aber nicht für zentral wichtig, um es im Artikel zu erwähnen. Der Verein ist unter dem Namen "Das Dorf - Verein zur Förderung tradiotioneller und zukünftiger Lebensweisen" registriert, ZVR 430607327 .
VRA-Auszug usw.
Grüss Euch liebe Redaktion,
aufgrund der falschen Schreibweise von "traditionell" in der BMI-Datenbank konnte ich den VRA gestern nicht abrufen ...
für den Artikel selbst ist eine gesetzlich-formal-richtige HP nicht wichtig, aufgrund der kontroversen Leserkommentare habe ich mich halt genauer eingelesen ...
Aufgrund der Statuten, Selbstbeschreibung, Statements der Vereinsangehörigen finde ich "das Dorf etc." in sich OK, muss ja nicht jeder hingehen/mitmachen ---> dem ganzen das "Mäntelchen des Keltischen" überzustülpen ist jedoch mehr als fragwürdig und schadet der "seriösen Szene" sicherlich.
35. Kommentar von tira am 23.06.2009 um 14:52
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Nicht harmlos!
Teil I:Wie von Huscarl erwähnt, haben sich anscheinend einige Leute mit einschlägigen "Keltendorf-Erfahrungen" gemeldet - und auch ich kann aus eigener Erfahrung und der einiger Freunde sagen: Was im Keltendorf vor sich geht, ist nicht harmlos, richtig! Zwar ist die ganze Sache von außen betrachtet recht idyllisch (und klar: ohne allzu großen historischen Hintergrund!): die Umgebung ist schön, ebenso wie das Haus (apropos: Wellnessoase...aha...da steckt also das Geld, von dem Frau Grander praktisch "nichts" hat, bemitleidenswert...) und die Gemeinschaft wirkt auf den ersten Blick sehr nett etc. Steckt man allerdings irgendwann mittendrin, dann folgt eine Verspflichtung der nächsten, der Kreis zieht sich immer enger und zweifellos geht in Summe alles ganz schön ins Geld (neben der Ausbildung sind die Jahreskreisfeste praktisch auch ein Muss hinzu kommen noch andere Verpflichtungen).
36. Kommentar von tira am 23.06.2009 um 14:52
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Nicht harmlos!
Teil II:
Was allerdings am Schlimmsten ist: Als "Schüler" hat man im Prinzip nur eine Wahl: vollkommene Unterwerfung den... nun ja... "Moralvorstellungen" von Grander (in den meisten Fällen, speziell anfangs alles gut getarnt). Wer sich dem hingibt und sich gut in einer Gemeinschaft integrieren kann, hat dort zweifellos ein schönes Leben. Ganz wichtig dabei: Niemals kritisieren. Und - wie unverkennbar bei den Kommentaren der "Schüler" durchsickert: absolute Huldigung von Grander. Für "brave" Schüler gilt es, sie dauernd zu loben und ihr höchste Anerkennung entgegen zu bringen (auch wenn man schlecht behandelt wird!) und sie keinesfalls zu kritisieren. Sie wird immer als liebenswürdig, aufopfernd und großmütig hingestellt. Was nicht allerdings nicht immer der Fall ist ... Grander war bei Scientology und wer sich, wie wir, im nachhinein mit Methoden von Scientology befasst, musste feststellen, dass Grander dort so einiges gelernt hat. Auch sie war eine "brave" Schülerin.
37. Kommentar von tira am 23.06.2009 um 14:52
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Nicht harmlos!
Teil III
Bezüglich Heilversprechen: Die Methode von Grander ist einfach und relativ gut, wenn der Patient bereit ist, mitzuarbeiten. Grander setzt sich massiv dem Patienten auseinander, erarbeitet seine Grundprobleme, arbeitet mit vielen, für die Psyche sehr eindrucksvollen Bildern und - dieser Part ist besonders wichtig - sie trichtert dem Patienten Nonstop ein, dass seine Krankheit heilbar ist (erinnert fast an Gehirnwäsche) sprich er sich selbst heilen kann. Da die Psyche für die meisten Krankheiten verantwortlich ist, funktioniert diese Methode gut und in etlichen Fällen tatsächlich langfristig - wenn der Patient von der Heilung bzw. seiner Möglichkeit zum "heil sein" vollkommen überzeugt ist. Und dagegen spricht nicht viel - hauptsache gesund.
Das Keltendorf ist zweifelsohne mit Vorsicht zu genießen. Es sind viele Dinge vorgefallen, die alles andere als "astrein" waren - ganz im Gegenteil. Eine Meinung darf sich jeder selbst bilden - das wichtigste dabei ist, sich nie blenden zu lassen und immer seine Kritikfähigkeit zu bewahren.
An Tira
Hallo,
war selbst mal dort dabei. Was ihr über Scientologie geforscht habt und wie das mit Frau Grander zusammenhängt würde mich persönlich interessieren, um zu verstehen, was ich dort erlebt habe. Würde mich freuen, wenn Du mich über b.barbarella@web.de anschreibst. Danke.
39. Kommentar von sand am 11.02.2011 um 12:37
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!Wichtig
Es ist nun schon einige Zeit her seit dieser Artikel geschrieben worden ist und ich bin auch eine Betroffene und mir ist es wichtig, dass ihr die Wahrheit hört.
„vom AMS geförderte Druidenausbildung“ ist eine Lüge
Weder Eveline Grander noch der Verein hat hier Förderungen bekommen, sondern ich persönlich im Rahmen meiner Selbstständigkeit als Erlebnispädagogin habe Geld vom AMS bekommen.
Ich bin schon jahrelang Schülerin bei Eveline und die Wahrheit ist, dass sie mir bei meiner Selbstständigkeit geholfen hat, was voll lieb von ihr ist. Und wer Eveline kennt, weiß, dass sie eine wirklich erhafte Person ist, die gerne hilft und immer auf gleicher Stufe mit anderen, egal wer das ist.
„Seminarangebot für Schulen“, „Landesförderung aus der Steiermark“ so eine falsche Darstellung von soo einem an sich voll gutem Projekt für Jugendliche
Das Projekt war ein Schulprojekt und ich war damals Projektleiterin an der Schule. Geld haben damals die SchülerInnen für das Schulprojekt bekommen und das wurde ordnungsgemäß für das Projekt verwendet. Es ging an das Schulprojektkonto. Großes Danke für diese Förderung. Die Tage im Keltendorf waren ein Teil des Schulprojekts und Eveline und ihr Team haben ihr bestes getan für die SchülerInnen und dafür gebührt ihr ein wirklich herzliches Danke. Viele SchülerInnen waren echt begeistert, eine Schülerin hab i vor einem Jahr getroffen und sie erzählte wie sie ihr Keltengewand voll stolz in ihrem Zimmer aufgehängt hat und wie toll das damals war.
Der Landesschulpsychologe hat die Empfehlung für das Schulprojekt geschrieben und dafür ein großes Danke
Verleumdung, anstatt Danke, voll schade und gemein, dass das in diesem Artikel von huscarl so steht.
Ich habe bei Eveline und im Keltendorf schon soo viel, abenteuerliches, naturnahes und gemeinschaftliches und fürs Leben erfahren und gelernt.
Und soo viele können das auch erleben.
40. Kommentar von lamee am 06.02.2012 um 13:39
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contra!
...wieder ein jahr später. bin eben auf den artikel aufmerksam geworden..
> ich stimme tira zu.
> der steirische landesschulrat hat sich tatsächlich ausdrücklich aufgrund vieler meldungen von ehemaligen mitgleidern distanziert! (einfach selbst nachfragen).
> stichwort: machtspiele und gurutum
> lernergebnis: dürftig
was dort oben abgeht ist nicht ungefährlich - ich war auch über einen längeren zeitrum dort oben und denke auch etliche andere freunde, die dort "schüler waren, würden mir und tira beipflichten.
wenn man "kuscht" und sich komplett unterbuttern lässt, keine meinung hat oder äußert und am besten nicht viel nachdenkt, ist man dort gut aufgehoben. der optimale schüler hat keine intakte eigene familie oder soziales netzwerk und ist labil (und davon gab es viele). und geld sollte man haben, viel geld.
von der ursprünglichen "gruppe" gibt es kaum bis keine leute mehr dort. bei den meisten kam es zu großen eklats und beschuldigungen seitens grander. unschöne machtspiele mit teils massiven drohungen. grander handelt das gruppengefüge immer sehr clever und ist auch oft an paarbildungen maßgeblich beteiligt... sie weißt sehr wohl, was sie tut - nur dem allgemeinwohl dient es selten bzw. nur nach "außen" hin.ist man ein verblendeter schüler, mag man das vielleicht nicht (gleich) erkennen... es geht um die verwirklichung ihrer träume - wo das hinführen soll, weiß keiner...
ein muss ist, wie auch schon agesprochen, die totale huldigung von grander. im prinzip ist es ganz gleich, wie bei irgendwelchen selbsternannten indischen "gurus". die anhänger sind hörig und verblendet. wer rauskommt, spricht anders darüber...wer reflektiert, weiß, was da oben abgeht...
lernerfolg: grander hat ein großes wissen, viel ist aber auch einfach ein "halbwissen", dass gerade gut "reinpasst". ja, man kann dort für sein leben lernen (so oder so... ;D ), definitiv. aber: nicht täuschen lassen - aurasehenlernen und die ganze klassischen bandbreite an energetischen praktiken wird mehr als dürftig angeboten. vergleicht man das mit diversen anderen "ausbildungen" in österreich, kann grander da nicht ansatzweise mithalten. der praktische anteil ist schwindend gering (sogar, wenn man jahre dort ist, wie einige leute bestätigen) - meistens werden im zuge eines unterrichtsthemas, irgendwelche probleme von schüler endlos zerkaut. sollte man dazu auch keinen bezug haben, war so ein teures seminar zu vergessen.
summa sumar: nicht blenden lassen. es gibt viel bessere, schöne, ehrliche und vor allem qualitätsvollere alternativen. ohne guru. und ohne straffe mentale bindung.
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