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Bildquelle: Arduinnas Gefährten

Foto (C) Florian Machl

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Der Verein Arduinnas Gefährten
Gilde der mittelalterlichen Bogenschützen
22. 6. 2009 - 19:30
James Leitner / Kornelius


Die Bogengilde Arduinnas Gefährten stellt eine Gemeinschaft von derzeit achtzehn Bogenschützen dar, die sich der mittelalterlichen Bogenschützen-Tradition verschrieben hat. Bogenschießen und Naturerlebnis ist ein Aspekt unserer Ausrichtung. Wir schießen nicht nur auf klassische Scheibenziele, sondern wir haben uns auf das so genannte 3D-Schießen spezialisiert. Darunter versteht man das Schießen auf lebensgroße, dreidimensionale Kunststoff-Tierziele die in einem dafür abgesteckten Naturgebiet aufgestellt sind.

Unter dem Namen der Keltengöttin

Arduinna ist die keltische Gottheit des Waldes, der Jagd und Namensgeberin der Ardennen. Diese weibliche Gottheit entspricht der römischen Diana, dargestellt als jugendliche Göttin, die mit Pfeil und Bogen bewaffnet auf einem Eber reitet. Arduinna ist die Göttin der Natur, aber auch Beschützerin aller lebenden Kreaturen des Waldes, der Pflanzen und Tiere. Wir haben uns Arduinnas Gefährten genannt, um uns nicht nur den jagdsportlichen und historischen Aspekt dieser keltischen Göttin, sondern auch deren Naturverbundenheit in unseren Zusammenkünften bewusst zu machen.

Die Gründung

Über die Gildengründung berichtet Gildenmeister und Vereins­vorstand (staatlich geprüfter Lehrwart für Bogen­schießen und mehrfacher Meister in nationalen Wettkämpfen) James:

Bogenschießen hab ich immer mit dem Mittelalter verbunden: "Robin Hood", "Ivanhoe" und zuletzt auch mit "Herr der Ringe" Anno Domini 2005 wurde mit Gleichgesinnten die Idee geboren, eine mittelalterliche Bogenschützengemeinschaft zu gründen. Allerdings schossen wir damals für verschiedene Vereine, weshalb wir uns entschlossen, eine eigene BOGENSCHÜTZEN – GILDE zu gründen. Diese wird als Verein geführt.

Die Anfänge...

Für viele von uns war es zuerst einfach nur das Schießen, dann wurden historische Gewandungen und Equipment gestaltet. Wir leben nicht im Mittelalter, lassen uns aber von dieser Zeit inspirieren. Gleichgesinnte traf man auf diversen Mittelalterfesten, mit denen man am Feuer saß und zwischen Met, Dudelsack und Trommelspiel Geschichten aus dem Mittelalter erzählte.

Viel Motivation!

Am Anfang hatten wir eine Plane, Kisten, Bogen, Pfeile, Strohballen, Tonkrüge und viel Motivation! Auch die ersten Siegestrophäen hatten wir bereits in unseren Säcken. Dann kam das 1. Wiener Ritterfest, wo wir einem breiten Publikum das Bogenschiessen näher bringen konnten. Auch eine kleine Vorführung unseres Könnens im Rahmen eines kleinen Schauschießens mit Schnellschießen, Pfeiljagd und Formationsschießen kam beim Publikum sehr gut an. Der Eifer hatte uns gepackt, und so wurde ein Gildenzelt und ein bisschen was fürs Lager besorgt oder selbst gebastelt!

Faszination Bogenschießen

Das Auftreten unserer Gilde faszinierte das Publikum, ob Kinder oder Erwachsene. An unseren Bogenständen lehrten wir ihnen den Umgang mit Pfeil und Bogen, wobei die Sicherheit immer an erster Stelle stand. Anno Domini 2007 veranstalteten wir unseren ersten Lehrgang in traditionellem Bogenschießen auf der schönen Burg Kreuzen. Drei Tage schießen, schauen, musizieren, singen und tanzen.

Bogenschießen ist nicht nur einfach Bogenschießen.

Der Geist unserer Gilde ist es, mit und in der Natur zu sein, es ist Rückbezug auf längst vergangene Zeiten, ohne dabei aber in schwermütiger Entsagung des Fortschritts zu versinken.
Nun noch ein paar Worte des Zeremonienmeisters, Kornelius

"Unser Bogenschießen ist ja, so wie ich es sehe, eine Art Rückbesinnung auf eigene Wurzeln. Diese Wurzeln liegen tatsächlich, wenn man einmal die Zwiebelschalen der römisch-christlichen Welt abschält, im Keltisch-Germanischen. Berührt man diese Wurzeln, wenn man durch die Wälder mit Pfeil und Bogen zieht? Begegnet man dem "Alten Seelen Freund", dem Anam Cara, wie es die Kelten nannten? Ich glaube schon. Ist das intuitive Bogenschießen mehr als nur ein Sport? Sicherlich, es ist eine Rückführung in den tiefen Brunnen der Selbsterkenntnis. Auf jeden Fall besitzt das intuitive Bogenschießen früher oder später den Wert einer Meditation (durch Konzentration die Mitte finden), die einen zur Selbsterkenntnis führen wird."

Wir wollen den begeisterten Interessierten, ob groß oder klein, das Bogenschießen näher bringen. Arduinnas Gefährten treffen sich jeden Freitag Nachmittag im romantischen Irenental bei Purkersdorf um zu üben, am Lagerfeuer zu sitzen, Interessenten willkommen zu heißen, mit Freunden Spaß zu haben, und manchmal auch um zu musizieren und zu tanzen. Es ist auch eine Lebenseinstellung, so wie das alte Sprichwort sagt: "In der Spannung des Bogens liegt Stärke und Wohlklang, so möchte ich leben bis zu meinem Tod."

Es ist wieder Winter, wieder ist es kalt, das Lagerfeuer wärmt nur wenig, aber war da nicht etwas; war da nicht das Lachen einer Frau und das Grunzen eines Ebers?

Seid in unseren Reihen willkommen

Kornelius (Zeremonienmeister)
James (Gildenmeister)


Weiterführende Links:


Dieser Artikel wurde von der sich vorstellenden Gruppe / vom sich vorstellenden Verein selbst verfasst. Die Inhalte wurden von huscarl.at nicht überprüft. Verantwortlich dafür sind ausschliesslich die Autoren. Huscarl.at bietet in dieser Sparte jedem österreichischen Verein die Möglichkeit, sich vorzustellen und sich in einer geeigneten Form zu präsentieren. Zielsetzung ist, der heimischen Mittelalterszene eine weitere Möglichkeit anzubieten, sich untereinander besser kennenzulernen. Veranstaltern soll die Möglichkeit geboten werden, sich zu informieren und gegebenenfalls passende Vereine und Gruppen für Ihre Events zu engagieren.



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