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Bildquelle: Dorina Tuschel

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Frühgeschichliche Bronzegießerei
Neues Bauprojekt im Germanischen Gehöft Elsarn: Erste Schritte
4. 5. 2010 - 16:00
Dorina Tuschel


Trotz Winterpause war man im Freilichtmuseum Elsarn nicht untätig. Nach fast zwei Jahren erfolgreichen Betriebes des neu erbauten Glasofens wurde ein weiteres Projekt von Gerhard Putzgruber ins Leben gerufen. Neben der Glashütte soll nun eine Bronzegießerei entstehen. Gemeinsam mit der Glesum Sippe wurde der Bau Anfang Jänner gestartet. Dieser Bericht schildert die Herausforderungen, denen man sich bis zum Bauzustand im April zu stellen hatte.

Die Hütte sollte nach dem Vorbild der anderen Museumsgebäude mit authentischen Materialien und nach historischem Vorbild erbaut werden, darum begannen die freiwilligen Mitarbeiter bereits im Dezember damit Baumaterial zu beschaffen, was sich als äußerst zeitaufwändig und schwierig herausstellte. Das Holz für das Grundgerüst und die Dachkonstruktion musste im Wald geschnitten und in das Museum transportiert werden. Eine besondere Herausforderung war es, gerade Stämme mit fünf Metern Höhe zu finden, die am oberen Ende eine Gabelung hatten, in die später die Stämme für die Querverbindungen eingelegt werden konnten.

Problemstellungen:
Material und Handwerkswissen


Das Dach des Gebäudes sollte mit Schilf gedeckt werden. Dabei ergaben sich vor allem zwei Probleme:

Das technische Wissen. Keiner der Mitarbeiter hatte Erfahrungen mit Schilfdeckungen. Deswegen beobachtete Gerhard Putzgruber einen Tag lang Profis bei der Arbeit. Das war die einzige Grundlage für die Dachdeckerarbeiten.

Die Beschaffung des Arbeitsmaterials. Da es den Mitwirkenden des Projekts wichtig war, jeden Arbeitsschritt selbst zu erledigen, musste auch das Schilf selbst geschnitten werden. Nachdem sich nach einiger Suche ein Teich mit geeignetem Schilf gefunden hatte, mussten einige Tage Arbeit in die Ernte investiert werden. Es stellte sich später allerdings heraus, dass das selbst geschnittene Schilf dicker und weniger gerade war als das, welches die Dachdecker bei den anderen Hütten verwendet hatten. Das abgeerntete Schilf musste über einen Rechen gezogen werden um überflüssige Blätter zu entfernen und danach für die Weiterverarbeitung gebündelt werden.

Von den Grundpfeilern...

Als Erstes wurden die Grundpfeiler der Hütte eingesetzt. Dazu mussten Löcher von ca. einem Meter Tiefe ausgehoben werden, und die Pfeiler wurden angekohlt, um späteres Verrotten in der Erde zu verlangsamen. Besonders das Graben in der noch gefrorenen Erde erwies sich als Kräfte raubend. Danach wurde das Gerüst des Daches aufgebaut. Mit Hilfe von Holznägeln wurden die Latten und Sparren befestigt. Leider konnte aus Zeitgründen auf moderne Werkzeuge nicht verzichtet werden, darum kamen auch Kettensäge und Bohrmaschine zum Einsatz.

... bis zum Schilfdach

Schließlich konnte mit der Schilfdeckung begonnen werden. Die einzelnen Bündel wurden am Dach festgesteckt und mit langen, biegsamen Stangen hinunter gebunden. Nach einem Drittel der ersten Dachseite ging das Schilf aus. Mangels weiterer Quellen musste Schilf aus Rust bestellt werden um die Arbeiten weiterführen zu können. Zur Zeit ist in etwa die Hälfte des Daches gedeckt, in weiterer Folge müssen noch Wände aus Weidengeflecht aufgestellt werden.

Über den weiteren Baufortschritt werden wir gerne im Rahmen von Huscarl berichten.





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1. Kommentar von rotkaeppchen am 11.05.2010 um 21:55

Sehr interessant...
...das Projekt! Sicherlich sehr mühsam aber man sieht wie es wächst und man lernt sicher eine Menge dabei. Find ich sehr schön dass es sich da genug Freiwillige zusammengefunden haben um das zu machen.

Finde ich gut. Ich kann dir nicht folgen / verstehe dein Kommentar nicht. Dem Verfasser dieses Kommentars eine private Nachricht schicken. Community-Funktionen sind nur für angemeldete Benutzer verfügbar.



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